Warum die CDU am umstrittenen Ehegattensplitting festhält – trotz aller Kritik
Unionspolitiker verteidigen die Gattenaufteilung - Warum die CDU am umstrittenen Ehegattensplitting festhält – trotz aller Kritik
Das Ehegattensplitting, die gemeinsame Einkommensteuerveranlagung für verheiratete Paare in Deutschland, bleibt ein umstrittenes Thema. Politiker von Union und cdu lehnen eine Abschaffung des Systems trotz Reformforderungen von Ökonomen und internationalen Organisationen entschieden ab. Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Auswirkungen auf die Gleichstellung der Geschlechter und die Finanzlage von Familien.
Cdu und CSU verteidigen das Ehegattensplitting immer wieder mit dem Argument, es fördere die Flexibilität von Familien. Gordon Schnieder, Landesvorsitzender der cdu in Rheinland-Pfalz, betonte, die Regelung ermögliche es Paaren, ihre Work-Life-Balance frei zu gestalten, ohne zusätzliche finanzielle Belastungen. Er versprach, dass es unter Führung der Partei keine neuen Steuerlasten für Ehepaare geben werde.
Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, bezeichnete das System als fair und verfassungskonform. Eine Abschaffung würde seiner Meinung nach zu Steuererhöhungen für Familien führen – er stellt die Regelung als Recht und nicht als staatliche Subvention dar. Kritiker verweisen hingegen darauf, dass das Ehegattensplitting Frauen davon abhalte, in Vollzeit zu arbeiten.
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2023 zeigte, dass die Hälfte der verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren durch das Steuersystem keinen finanziellen Vorteil darin sieht, mehr Stunden zu arbeiten. Auch die Bundesagentur für Arbeit hatte Deutschland im vergangenen Jahr aufgefordert, das Ehegattensplitting abzuschaffen, um die Erwerbstätigkeit von Frauen zu steigern. Allerdings zeigen Beschäftigungsdaten von 2020 bis 2025 keine deutliche Veränderung bei den Teilzeitquoten von Frauen, die stabil bei 45 bis 50 Prozent liegen – beeinflusst eher durch Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und kulturelle Gewohnheiten als durch die Steuerpolitik.
Innerhalb der cdu schlug Familienministerin Karin Prien vor, das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting zu ersetzen, das sich an Familien und nicht nur an Ehepaare richtet. Sie räumte ein, dass das Thema für ihre Partei von großer Bedeutung sei, nannte jedoch keine konkreten Reformschritte.
Der Streit um das Ehegattensplitting dauert an: Während Unionspolitiker an dem Modell festhalten, weisen Ökonomen auf seine Nachteile hin. Die Teilzeitquote von Frauen bleibt unverändert – ein Hinweis darauf, dass tiefgreifendere Faktoren eine Rolle spielen. Vorerst bleibt das Steuermodell bestehen, und kurzfristige Reformen sind nicht zu erwarten.
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