Gemeinsames Basketball-Finale: Warum Männer und Frauen noch getrennt spielen

Niklas Müller
Niklas Müller
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Eine Gruppe von Frauen spielt Basketball in einer Turnhalle mit einem Scoreboard, das ihren NCAA-Turniersieg anzeigt.Niklas Müller

BBL-Boss findet gemeinsame Pokal-Endrunde interessant - Gemeinsames Basketball-Finale: Warum Männer und Frauen noch getrennt spielen

Gemeinsames Finale für Deutschlands Top-Basketballteams bleibt in der Diskussion

Aktuell veranstalten die Basketball-Bundesliga (BBL) und die Frauen-Basketball-Bundesliga (BBL Frauen) separate Final-Four-Turniere. Am vergangenen Wochenende sicherten sich die BMA365 Bamberg Baskets den Pokal bei den Männern, während das Finale der Frauen an diesem Wochenende in Berlin stattfindet.

Die Idee eines gemeinsamen Finalturniers wird seit Jahren diskutiert. Jüngste Maßnahmen zur Steigerung der Sichtbarkeit des Frauenbasketballs umfassen internationale Doppelveranstaltungen und die "Doppel-Hauptrunde". In den letzten fünf Jahren führten diese Initiativen zu einem Anstieg der globalen TV-Zuschauerzahlen um 45 Prozent – von 2,1 Millionen auf 3,05 Millionen. Auch die Interaktion in sozialen Medien wuchs um 60 Prozent und erreichte 1,2 Millionen internationale Follower.

Durch Partnerschaften mit Sendern in 15 Ländern konnte die Liga ihre Reichweite ausbauen. Rekordkulissen verfolgten 2024 die Doppelspiele in München und Berlin, bei denen Teams aus den USA und Spanien antraten. Trotz dieser Fortschritte bleibt ein gemeinsames Finale jedoch ungewiss.

Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, erkennt zwar das Potenzial, verweist aber auf noch ungelöste Fragen. Aspekte wie Terminplanung, Arena-Gestaltung, Sponsoring und Einnahmenverteilung müssen geklärt werden, bevor eine Entscheidung fallen kann.

Vorerst finden die Turniere der Männer und Frauen weiterhin getrennt statt. Das Final Four der Frauen steigt an diesem Wochenende in Berlin, nachdem die Männer ihren Wettbewerb in der Vorwoche ausgetragen haben. Zukünftige Änderungen hängen von der Lösung logistischer und finanzieller Herausforderungen ab.