Jagdverbot gescheitert: Grundbesitzer verliert Rechtsstreit um Zaun und Ethik
Jagdverbot gescheitert: Grundbesitzer verliert Rechtsstreit um Zaun und Ethik
Ein Grundbesitzer im südlichen Niedersachsen hat seinen juristischen Kampf um ein Jagdverbot auf seinem Gelände verloren. Das Gericht urteilte, dass sein Versuch, den Zutritt zu verhindern, nicht von ethischen Bedenken, sondern vom Wunsch geleitet war, Menschen fernzuhalten. Nun muss er einen 1.000 Meter langen Zaun abbauen, den Richter als rechtswidrige Behinderung der Tierwanderungen einstufen.
Der Streit begann, als der Mann beantragte, sein zehn Hektar großes Anwesen zur jagdfreien Zone erklären zu lassen. Sein Grundstück liegt in einem geschützten Landschaftsgebiet, gehört aber zugleich zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk. Die Behörden lehnten seinen Antrag ab und stellten seine angeblichen ethischen Einwände infrage.
Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte den Zaun bereits für illegal erklärt. Trotzdem legte der Besitzer Berufung ein und brachte den Fall vor das Bundesverwaltungsgericht. Die Richter stellten fest, dass ethische Argumente in ähnlichen Fällen zwar durchgreifen können, seine Begründung jedoch nicht glaubwürdig sei.
Aktuelle Urteile in Deutschland erschweren es zunehmend, Privatland von der Jagd auszunehmen. 2023 entschied das bayerische Verwaltungsgericht, dass solche Ausnahmen einen öffentlichen Nutzen nachweisen müssen. Ein Jahr später verschärfte das Gericht in Lüneburg die Regeln für eine umweltverträgliche Landnutzung. Diese Entscheidungen zeigen einen Trend: Die Gerichte ziehen die Zügel bei privaten Jagdverboten immer straffer an.
Der Grundbesitzer muss nun den Zaun entfernen, damit sich größere Tiere wieder frei bewegen können. Sein Fall reiht sich in eine wachsende Liste gescheiterter Versuche ein, die Jagd auf Privatland zu unterbinden. Ohne überzeugende ethische oder ökologische Begründungen haben solche Klagen vor deutschen Gerichten kaum Aussicht auf Erfolg.
Hofmann-Schwestern beenden Duo-Karriere und starten solo durch
Von bescheidenen Anfängen zu Schlager-Legenden: Die Hofmann-Schwestern wagen mit 50 den Neuanfang. Warum ihre Trennung eine Ära beendet – und neue beginnt.
Niedersachsen reformiert forensische Psychiatrie mit neuem Maßregelvollzugsgesetz
Mehr Klarheit, weniger Bürokratie: Niedersachsen will den Maßregelvollzug reformieren – doch was bedeutet das für Betroffene und Kliniken? Die Details sind umstritten.
Grizzlys Wolfsburg feuern Cheftrainer nach Niederlagenserie in der DEL
Ein radikaler Schnitt in der Krise: Nach monatelanger Leistungsflaute soll ein neuer Coach die Grizzlys Wolfsburg doch noch in die Playoffs führen. Doch die Zeit drängt.
Flensburg scheitert an Montpellier und muss in die Playoffs der European League
Ohne Stammkräfte unterliegt Flensburg in der Europa League und verpasst den direkten Viertelfinaleinzug. Jetzt zählt nur noch der Kampf in den Playoffs. Kann die junge Truppe überzeugen?
Mann in Freiburg wegen mutmaßlichen Messerangriffs auf seine Frau vor Gericht
Ein Familienvater soll seine Frau in ihrer Freiburger Wohnung erstochen haben – doch er beteuert: "Ich wollte sie nicht töten." Was wirklich geschah, klärt jetzt der Prozess. Parallel formiert sich Protest gegen ein anderes Justizdrama, das Europa bewegt.
Postleitzahl 99: Wo Geschichte auf moderne Erkundung trifft
Zwischen Erfurts mittelalterlichem Flair und Weimars literarischem Erbe liegt eine Region voller Überraschungen. Wie Postleitzahlen und digitale Karten die Entdeckung erleichtern – eine Reise durch Thüringens Herz.
Bausa: Vom Hit Was du Liebe nennst zum Millionär der deutschen Rap-Szene
Ein Song katapultierte ihn zum Star, doch sein Vermögen baut auf mehr als nur einem Hit. Wie Bausa die deutsche Rap-Szene prägt – und davon profitiert.