RWE und Kyon Energy revolutionieren mit riesigen Stromspeichern in Niedersachsen

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Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol, die geographische Elemente wie Flüsse, Berge und Städte zeigt und von informativem Text und Bildern begleitet wird.Admin User

RWE und Kyon Energy revolutionieren mit riesigen Stromspeichern in Niedersachsen

Zwei Großprojekte für Batteriespeicher entstehen in Niedersachsen – ein Wandel für die Energiespeicherung in Deutschland

In Niedersachsen nehmen zwei bedeutende Batteriespeicherprojekte Gestalt an, die einen Wandel in der Funktionsweise von Energiespeichersystemen in Deutschland markieren. Das Unternehmen Kyon Energy hat gerade einen großflächigen Batteriespeicher in Alfeld in Betrieb genommen, während RWE im kommenden Jahr mit dem Bau einer noch größeren Anlage in Lingen beginnen wird. Beide Projekte zielen darauf ab, die Netzstabilität zu verbessern und am Energiemarkt zu partizipieren – und das ohne direkte staatliche Subventionen.

Das Alfeld-Projekt von Kyon Energy ist nun am Netz und verbindet einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 137,5 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) mit dem 110-kV-Netz des Netzbetreibers Avacon. Die Anlage wird Strom an den Strommärkten handeln und dazu beitragen, Engpässe im Netz zu bewältigen – in einer Region, die für starke Preisschwankungen bekannt ist. Im Gegensatz zu älteren Speicherprojekten arbeitet das System auf merchant-Basis, das heißt, es erwirtschaftet Erträge durch die Teilnahme am Markt und nicht durch feste Fördergelder.

Unterdessen treibt RWE den Bau eines 400-MW-Batteriespeichers auf dem Gelände seines Kraftwerks in Lingen voran. Die Bauarbeiten sollen am 2. Februar 2026 beginnen, die volle Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Der Lingen-Speicher wird an das Übertragungsnetz von Amprion angeschlossen und Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten sowie kurzfristige Flexibilität bereitstellen. Mit einer Entladedauer von mindestens zwei Stunden dürfte die Energiekapazität bei etwa 800 MWh liegen.

Beide Projekte spiegeln einen wachsenden Trend wider: Großspeicher entstehen gezielt in Regionen mit Netzengpässen und volatilen Strompreisen. Statt auf staatliche Unterstützung zu setzen, generieren diese Anlagen Einnahmen, indem sie auf Marktanforderungen reagieren und das Stromsystem stabilisieren.

Während der Alfeld-Speicher bereits Strom ins Netz einspeist, wird die RWE-Anlage in Lingen in den nächsten Jahren folgen. Gemeinsam werden sie mehr als 500 MW flexible Speicherkapazität in das niedersächsische Energienetz einbringen. Ihr marktgetriebener Ansatz deutet auf eine neue Phase für Batterieprojekte in Regionen mit Netzherausforderungen und Preisschwankungen hin.

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