Jungheinrich schließt Lüneburger Werk – 160 Jobs fallen bis 2027 weg

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Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Die aktuelle Industrielle Situation" auf schwarzem Hintergrund.Admin User

Jungheinrich schließt Produktion in Lüneburg - Jungheinrich schließt Lüneburger Werk – 160 Jobs fallen bis 2027 weg

Jungheinrich schließt Werk in Lüneburg bis März 2027 – 160 Arbeitsplätze fallen weg

Der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich wird sein Werk in Lüneburg bis März 2027 schließen und damit die Produktion seiner speziellen Gabelstapler einstellen. Die Entscheidung folgt auf einen langwierigen Konflikt mit der Belegschaft, darunter ein 80-tägiger Streik, der im vergangenen November begann. Rund 160 Mitarbeiter verlieren im Rahmen eines im letzten Sommer angekündigten Sparprogramms ihre Jobs.

Das Lüneburger Werk war 1989 eröffnet worden und hatte sich auf maßgefertigte Gabelstapler in Kleinserien für Nischenmärkte spezialisiert – darunter Modelle für Schwerlasten und schmale Gänge, die trotz geringer Stückzahlen profitabel blieben. Doch das Unternehmen stuft den Standort nun als nicht mehr essenziell für seine langfristige Strategie ein.

Am 20. November 2024 traten die Beschäftigten in einen unbefristeten Streik, um gegen die geplante Schließung zu protestieren. Nach Verhandlungen einigte man sich schließlich auf ein Paket, das Abfindungen, eine Transfergesellschaft zur Vermittlung in neue Jobs sowie einen Tarifvertrag im Wert von zehntausenden Euro umfasst. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Werksschließung scharf und bezeichnete es als Fehler, einen profitablen Betrieb aufzugeben.

Die Schließung ist Teil des im vergangenen Sommer vorgestellten umfassenden Kostensenkungsprogramms von Jungheinrich. Dieses sieht weltweit den Abbau von rund 1.000 Stellen vor, doch weitere deutsche Standorte sind nicht von ähnlichen Schließungen betroffen. Trotz der Einschnitte bleibt das Unternehmen ehrgeizig: Bis 2030 will es einen Umsatz von 10 Milliarden Euro erreichen – fast das Doppelte des Jahresumsatzes 2024 in Höhe von 5,4 Milliarden Euro. Der Gewinn lag im vergangenen Jahr bei 289 Millionen Euro.

Die Produktion in Lüneburg wird bis Ende März 2027 vollständig eingestellt. Betroffene Mitarbeiter erhalten Abfindungen und Unterstützung durch eine Transfergesellschaft. Der Schritt unterstreicht Jungheinrichs Bestreben, die Betriebsabläufe zu straffen und gleichzeitig in den kommenden Jahren die Marktpräsenz auszubauen.

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