09 May 2026, 12:06

Wie Medizin Männer und Frauen unterschiedlich behandelt – neue Ausstellung in Halle

Ein Plakat mit der Aufschrift 'Navy Medicine Making a Difference' zeigt eine Frau mit einem Kind in der Mitte, umgeben von Bildern von Menschen, einem Schiff und Wasser.

Wie Medizin Männer und Frauen unterschiedlich behandelt – neue Ausstellung in Halle

Neue Wanderausstellung zu geschlechtersensibler Medizin in Halle eröffnet

An der Universitätsmedizin Halle ist eine neue Wanderausstellung zur geschlechter- und geschlechtsspezifischen Medizin zu sehen. Vom 12. bis 28. Mai 2023 zeigt die Schau, wie sich Krankheiten und Behandlungen bei Männern und Frauen unterscheiden. Die Veranstalter möchten aktuelle Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit auf verständliche Weise näherbringen.

Die Ausstellung präsentiert zwölf detaillierte Poster, die medizinische Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern erläutern. Thematisch reicht das Spektrum von Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten bis hin zu Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßkrankheiten. Auch Unterschiede bei Infektionen, Depressionen und der neuroimmunologischen Erkrankung ME/CFS werden beleuchtet.

Über rein klinische Befunde hinaus behandelt die Schau weitere gesellschaftlich relevante Themen: die Rolle von Frauen in Führungspositionen der Medizin, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit sowie Fortschritte in Forschung und Lehre. Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betonte, dass individuell angepasste Therapieansätze zu besseren Behandlungsergebnissen für alle Patientinnen und Patienten führen können.

Die Ausstellung ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Ärztinnenbundes und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin. Unterstützt wird sie von der Margarete-Ammon-Stiftung. Der Eintritt ist frei, um eine möglichst große öffentliche Beteiligung zu ermöglichen.

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Ziel der Schau ist es, Wissenslücken in der Medizin zu schließen, indem Forschungsergebnisse in einer klaren, visuell ansprechenden Form aufbereitet werden. Durch die Sensibilisierung für geschlechter- und geschlechtsspezifische Faktoren hoffen die Veranstalter, Fortschritte in Gesundheitsversorgung, Bildung und wissenschaftlicher Praxis anzustoßen. Die Ausstellung bleibt bis zum 28. Mai für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Quelle