26 June 2026, 20:03

Stuttgart 21: Eröffnung erst 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden Euro

Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut in Milliardenhöhe

Stuttgart 21: Eröffnung erst 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden Euro

Die Eröffnung des unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21 verschiebt sich auf das Jahr 2031. Das Projekt, das ursprünglich 2026 abgeschlossen werden sollte, sieht sich nun weiteren Verzögerungen und explodierenden Kosten gegenüber. Baden-Württembergs Ministerpräsident hat deutlichere Fortschritte und verlässliche Fertigstellungstermine gefordert.

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Die Bauarbeiten für Stuttgart 21 begannen 2010 mit einem ursprünglichen Budget von 4,5 Milliarden Euro. Kern des Vorhabens ist der Ersatz des bestehenden Kopfbahnhofs durch einen neuen unterirdischen Bahnhof. Proteste gegen das Projekt – darunter die gewaltsame Auflösung einer Demonstration im Jahr 2010 – trugen ein Jahr später zum Wahlerfolg der Grünen bei.

Mittlerweile hat die Deutsche Bahn die geschätzten Kosten auf 14,5 Milliarden Euro hochgesetzt. Über 1.000 Kilometer falsch verlegte Kabel und Leitungen müssen ausgetauscht werden, was die Rückschläge zusätzlich verstärkt. Kritiker verweisen zudem auf unzureichende Brandschutzmaßnahmen und technische Planungsmängel.

DB-Chefin Evelyn Palla führte kürzlich an, dass die Schwierigkeiten bei der Digitalisierung des Stuttgarter Eisenbahnknotens die Hauptursache für die Verzögerung seien. Ministerpräsident Cem Özdemir verlangt konkrete Fortschritte und zuverlässige Prognosen zur Fertigstellung.

Der Zeitplan für das Projekt hat sich erneut verschoben: Die Inbetriebnahme des Bahnhofs ist nun für 2031 vorgesehen. Die Kosten haben sich seit Beginn des Vorhabens mehr als verdreifacht. Die Verzögerungen resultieren aus technischen Problemen, Planungsfehlern und der Komplexität der Modernisierung des Schienennetzes.

Quelle