Osnabrück plant neues Probenzentrum für das Theater am Domhof – doch der Bau wird teuer
Nico KellerOsnabrück plant neues Probenzentrum für das Theater am Domhof – doch der Bau wird teuer
Osnabrück plant neues Probenzentrum für die Sanierung des Theater am Domhof
Für die Sanierung des Theater am Domhof ist in Osnabrück ein neues Probenzentrum vorgesehen, das neben einem kleineren zweiten Spielort auch verbesserte Räumlichkeiten für das Ensemble umfasst. Eine Machbarkeitsstudie hat nun die Standortoptionen eingegrenzt.
Die Stadt prüfte zwei mögliche Standorte: die Herz-Jesu-Kirche und den Limberg. Die Studie umfasste dabei Flächenbedarf, Kosten, Baubestimmungen, technische Details sowie logistische Aspekte für beide Standorte. Hoher Grundwasserspiegel und schwieriger Baugrund an der Herz-Jesu-Kirche machen jedoch unterirdische Bauarbeiten aufwendig und teuer.
Die Herz-Jesu-Kirche bietet rund 4.580 Quadratmeter in zentraler Lage mit guter Verkehrsanbindung. Auf Basis dieser Erkenntnisse empfehlen die Verantwortlichen, den Standort weiterzuverfolgen. Die Nettokosten für das Kernprojekt belaufen sich dort auf voraussichtlich 36,9 Millionen Euro.
Eine Bühnenbildwerkstatt lässt sich auf dem Gelände nicht unterbringen und bleibt daher in der Rheinstraße. Dadurch wird eine engere Abstimmung zwischen den beiden Standorten notwendig. Zudem bestehen gute Aussichten auf Fördermittel – die ersten gesicherten Zuschüsse werden voraussichtlich ab 2028 fließen.
Die Verwaltung spricht sich für die Herz-Jesu-Kirche als besten Standort für das neue Zentrum aus. Der Standort erfülle zwar die räumlichen und verkehrstechnischen Anforderungen, berge aber technische und finanzielle Herausforderungen. Die Förderperspektiven seien zwar positiv, konkrete Zusagen stünden jedoch erst in einigen Jahren an.
