Soltau plant bis 2040 den Ausstieg aus der Gasheizung – mit freiwilligen Maßnahmen

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Eine Stadtansicht von einem hohen Standpunkt aus, die zahlreiche Gebäude, Bäume, Straßen, Fahrzeuge und entfernte Berge unter einem bewölkten Himmel zeigt, mit Solarpanelen auf dem Dach eines Gebäudes.Admin User

Soltau plant bis 2040 den Ausstieg aus der Gasheizung – mit freiwilligen Maßnahmen

Soltau hat einen detaillierten Plan vorgelegt, um bis 2040 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen. Die Strategie setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und den schrittweisen Verzicht auf Erdgas, das derzeit noch 74 Prozent der Gebäude in der Stadt beheizt. Die Verantwortlichen betonen, dass die Empfehlungen freiwillig sind und den Bürgerinnen und Bürgern Flexibilität bei der Umsetzung lassen.

Der aktuelle Wärmebedarf der Stadt liegt bei 354 Gigawattstunden pro Jahr, während der Gesamtverbrauch etwa 450 Gigawattstunden beträgt. Fast die Hälfte der Soltauer Gebäude wurde zwischen 1949 und 2000 errichtet – eine Herausforderung, aber auch eine Chance für energetische Sanierungen. Zwei Szenarien wurden ausgearbeitet: ein "Weiter-so"-Ansatz und ein ehrgeizigeres Zielszenario mit höheren Sanierungsquoten.

Erneuerbare Energien sollen eine zentrale Rolle beim Umbau spielen. Biogas-Blockheizkraftwerke könnten bis zu 63 Gigawattstunden jährlich beisteuern, Kläranlagen fast 16.000 Megawattstunden. Zudem ist geplant, die lokalen und Fernwärmenetze auszubauen, um industrielle Abwärme, Geothermie und solarthermische Anlagen einzubinden.

Die Bürger erhalten einen Maßnahmenkatalog sowie individuelle Informationsblätter, die sie bei der Entscheidung unterstützen sollen. Ziel ist es, Planungssicherheit zu bieten, ohne Eigentümer zu verpflichtenden Änderungen zu zwingen.

Der kommunale Wärmeplan zeigt Soltau einen klaren Weg auf, um die Emissionen bis 2040 zu senken. Durch die Integration erneuerbarer Energien und eine höhere Energieeffizienz soll die Abhängigkeit von Erdgas verringert werden. Der freiwillige Charakter der Empfehlungen ermöglicht es den Bewohnern, sich im eigenen Tempo anzupassen – bei gleichzeitiger Arbeit am gemeinsamen Ziel.