Solingen: Streit um abgelehnte Schulhofbeleuchtung eskaliert nach Ratsentscheid
Lina HuberSolingen: Streit um abgelehnte Schulhofbeleuchtung eskaliert nach Ratsentscheid
Bündnis für Solingen (BfS) kritisiert scharf Ablehnung seines Plans für bessere Schulhofbeleuchtung
Das Bündnis für Solingen (BfS) hat die Ablehnung seines Vorhabens zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen durch den Stadtrat scharf verurteilt. Die Initiative der Gruppe zielte darauf ab, durch den Einbau energieeffizienter LEDs, Bewegungsmelder und optionaler Solaranlagen sowohl die Sicherheit als auch die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Sämtliche anderen Fraktionen – darunter CDU, SPD, Grüne und AfD – stimmten einstimmig gegen den Antrag.
Der Vorschlag des BfS sollte Bedenken ausräumen, dass schlecht beleuchtete Schulhöfe nach Einbruch der Dunkelheit unsicher werden. Die Gruppe argumentierte, dass dunkle Ecken "Angsträume" schaffen, insbesondere für Jugendliche, obwohl Schulhöfe öffentlich zugänglich sind. Als Lösung schlug das Bündnis eine moderne, bedarfsgerechte Beleuchtung vor, die den Energieverbrauch senkt und die Flächen abends einladender gestaltet.
Paul Bender, Bildungssprecher des BfS, warf der Ratsmehrheit vor, ihrer Pflicht zum Schutz von Kindern nicht nachzukommen. Er verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die sich in unbeleuchteten Bereichen unsicher fühlten, und bezeichnete die Ablehnung als Ignoranz gegenüber ihren Sorgen. Zudem kritisierte Bender die Entscheidung als scheinheilig, da dieselben Fraktionen öffentlich Klimaschutz und Sicherheitsmaßnahmen unterstützten.
Das BfS kündigte an, das Thema erneut in den Rat einzubringen, und betonte, dass eine bessere Beleuchtung Schulhöfe sowohl sicherer als auch attraktiver mache. Bender warnte, die Abstimmung sende ein "verheerendes Signal" an Familien und bestärke den Eindruck, ihre Anliegen würden missachtet.
Der Antrag legte besonderen Wert auf Nachhaltigkeit: LED-Beleuchtung und Bewegungsmelder sollten Energieverschwendung vermeiden, optionale Photovoltaikanlagen die Kosten und Umweltbelastung weiter reduzieren. Dennoch fand der Plan bei keiner anderen Fraktion Unterstützung.
Mit der Ablehnung durch den Rat ist das Beleuchtungsvorhaben vorerst vom Tisch. Das BfS bleibt jedoch hartnäckig und will weiter für Veränderungen kämpfen – mit dem Argument, dass gut beleuchtete Schulhöfe sowohl Jugendlichen als auch der Umwelt zugutekommen. Die nächsten Schritte des Bündnisses hängen davon ab, ob es in künftigen Debatten breitere Unterstützung gewinnen kann.






