Skandal-Urteile im Abstiegskampf der Oberliga verändern alles kurz vor Saisonende
Niklas MüllerSkandal-Urteile im Abstiegskampf der Oberliga verändern alles kurz vor Saisonende
Ein Sportgericht hat den Abstiegskampf in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar durch zwei umstrittene Auswechslungsvorfälle neu geordnet. Sowohl der FC Cosmos Koblenz als auch der FV Diefflen verstießen gegen Ligaregeln, doch die Urteile führten zu unterschiedlichen Konsequenzen. Die Entscheidungen wirken sich direkt auf mehrere Vereine aus – bei nur noch vier Spieltagen bis zum Saisonende.
Im ersten Fall hatte der FC Cosmos Koblenz in der Partie gegen den lokalen Rivalen FC Rot-Weiß Koblenz eine vierte Auswechslung vorgenommen. Obwohl das 2:1-Ergebnis Bestand hatte, wurden Cosmos drei Punkte abgezogen. Trotz der Strafe bleiben beide Koblenzer Teams jedoch sicher im Mittelfeld und müssen sich keine Sorgen um den Abstieg machen.
Im zweiten Fall setzte der FV Diefflen im Spiel gegen den SC Idar-Oberstein gar einen sechsten Spieler ein. Das Gericht annullierte das ursprüngliche Ergebnis, wertete die Partie mit 2:0 für Idar-Oberstein und verbuchte für Diefflen eine 0:2-Niederlage. Zudem erhielt Idar-Oberstein drei Zusatzpunkte, wodurch der Verein in der Tabelle an Diefflen vorbeizog.
Die uneinheitlichen Strafen – einmal Punktabzug, einmal Ergebnisänderung – sorgen für Verwirrung. Vereine aus Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal sehen sich nun einem engeren Kampf um den Klassenverbleib gegenüber.
Mit nur noch vier Spielen hat das Gericht die Abstiegsränge neu gemischt: Der SC Idar-Oberstein profitiert von den drei Extra-Punkten und hat bessere Chancen auf den Ligaerhalt, während der FV Diefflen nun härter um den Verbleib kämpfen muss. Die unterschiedlichen Urteile werfen jedoch Fragen zur Gerechtigkeit des Disziplinarverfahrens auf.






