28 April 2026, 14:20

Robert Rauschenbergs 100. Geburtstag wird mit Tanz und Kunst gefeiert

Gemälde einer belebten New Yorker Stadtstraße mit Passanten, Fahrzeugen, einem Gebäude im Hintergrund und Text unten.

Robert Rauschenbergs 100. Geburtstag wird mit Tanz und Kunst gefeiert

Der 100. Geburtstag des amerikanischen Künstlers Robert Rauschenberg wurde mit Aufführungen, Ausstellungen und einer Welle der Nostalgie gewürdigt. In New York und Hamburg zeigte die Trisha Brown Dance Company Tanz mit Bob – eine Hommage an sein bahnbrechendes Schaffen. Die Feierlichkeiten erinnern auch an seine engen Verbindungen zur Avantgarde-Szene der Stadt in den 1960er- und 70er-Jahren.

Rauschenbergs Einfluss reichte weit über die Malerei hinaus. Er entwarf Bühnenbilder und Kostüme für Tanz mit Bob, eine Produktion, die seine Zusammenarbeit mit den Choreografen Trisha Brown und Merce Cunningham sowie dem Komponisten John Cage wiederaufleben lässt. Bekannt für seine Spontanität, änderte er die Bühnengestaltung oft täglich und integrierte dabei Gegenstände, die er auf der Straße gefunden hatte.

Seine Experimente mit Materialien prägten die moderne Kunst nachhaltig. Für eine Aufführung von Cunningham schuf er 1954 sein erstes Combine – eine Mischform aus Malerei und Skulptur, zusammengesetzt aus scheinbar zusammenhangslosen Objekten. Dieser Ansatz verwischte die Grenzen zwischen den Disziplinen und markierte einen radikalen Bruch mit der Tradition.

Die Fotografie spielte eine zentrale Rolle in seinem Werk. Seine Schnappschüsse fanden sich in Siebdrucken, Collagen und Installation wieder, vermischt mit Zeitungsausschnitten und Skizzen. Die aktuelle Ausstellung Rauschenbergs New York im Museum of the City of New York zeigt, wie er die Kamera nutzte, um visuelles Material zu sammeln. Gleichzeitig präsentiert die Guggenheim-Ausstellung zum hundertsten Geburtstag Leichter, eine monumentale Collage aus dem Jahr 1963, die aufgrund ihrer Größe kaum auf einen Blick zu erfassen ist.

Die Gedenkveranstaltungen in New York haben auch Reflexionen über die künstlerische Vergangenheit der Stadt angestoßen. Vor Jahrzehnten verwandelten Rauschenberg und seine Mitstreiter verlassene Lagerhäuser am Wasser in Ateliers und schufen so ein kreatives Zentrum, das bis heute nachwirkt.

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Die Aufführungen und Ausstellungen ehren Rauschenbergs Vermächtnis als furchtlosen Innovator. Sein Werk – von den Combines bis zu den Bühnendesigns – stellte herkömmliche Vorstellungen davon infrage, was Kunst sein kann. Die Jubiläumsveranstaltungen sorgen dafür, dass sein Einfluss auf die Kulturgeschichte New Yorks lebendig bleibt.

Quelle