28 April 2026, 14:20

74 Tote auf Baustellen: Warum Deutschlands Baugewerbe dringend mehr Sicherheit braucht

Diagramm, das die Rate von tödlichen Arbeitsunfällen pro 100.000 Vollzeitäquivalenten von 2006 bis 2017 zeigt, aufgeschlüsselt nach Beschäftigtenstatus.

74 Tote auf Baustellen: Warum Deutschlands Baugewerbe dringend mehr Sicherheit braucht

Arbeitsschutz in Deutschlands Baugewerbe bleibt ein drängendes Problem: 2025 starben 74 Beschäftigte bei Unfällen, weitere 400 an Berufskrankheiten. Nun fordern Branchenvertreter entschlossenes Handeln, um vermeidbare Tragödien zu verhindern.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) betonen die dringende Notwendigkeit höherer Sicherheitsstandards. Laut ihren Daten kommt alle vier Arbeitstage – gerechnet nach dem Bundesurlaubsgesetz, das alle Tage außer Sonntagen und Feiertagen berücksichtigt – ein Beschäftigter im Baugewerbe oder in der Reinigungsbranche ums Leben.

Beide Organisationen machen deutlich, dass viele dieser Todesfälle vermeidbar wären. Sie appellieren an die Beschäftigten, unsichere Arbeitsbedingungen nicht hinzunehmen, und fordern Arbeitgeber auf, konsequent für sichere Arbeitsabläufe zu sorgen. Mathias Neuser, kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der BG BAU, unterstrich, dass Arbeitssicherheit nicht allein Chefsache sei, sondern auch jede Einzelne und jeder Einzelne in der Verantwortung stehe.

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BG BAU und IG BAU bestehen darauf, dass alle Beschäftigten gesund nach Hausekehren müssen. Durchgängige Sicherheitsmaßnahmen – von der Planung bis zur Umsetzung auf der Baustelle – könnten Unfälle deutlich reduzieren und Menschenleben retten.

Die Zahlen für 2025 zeigen: 74 Bauarbeiter starben bei Unfällen, 400 erlagen Berufskrankheiten. Mit strengeren Sicherheitsvorgaben und mehr Verbindlichkeit ließen sich diese Todesfälle verhindern. Der Aufruf von BG BAU und IG BAU macht klar: Der Schutz der Beschäftigten muss eine gemeinsame Priorität der gesamten Branche sein.

Quelle