NKR plant radikale Vereinfachung der Baustandards – soll Wohnungsmangel lindern
Niklas MüllerNKR plant radikale Vereinfachung der Baustandards – soll Wohnungsmangel lindern
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen vorgeschlagen, um Baustandards zu vereinfachen. Mit der Initiative sollen die Baukosten gesenkt und der Wohnungsmangel im Land bekämpft werden. Ein neues, gestuftes System könnte bald die derzeitigen strengen technischen Vorgaben für Wohngebäude ersetzen.
Der NKR schlägt ein dreistufiges Standardmodell vor: Basis, Mittelklasse und Premium. Nach dem Plan würde der „Grundstandard“ zur Regel werden, während Abweichungen nur für höherwertige Ausführungen erlaubt wären. Diese Umstellung würde den Bedarf an teuren, nicht essenziellen Ausstattungselementen in Neubauten verringern.
NKR-Präsident Lutz Goebel argumentierte, dass nicht alle aktuellen Bauvorschriften für Sicherheit oder Gesundheit entscheidend seien. Das Positionspapier des Rates soll die Bundesregierung bei der Ausarbeitung des neuen Gebäudetyp-E-Gesetzes leiten.
Zuvor hatten Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig bereits die zentralen Punkte für den Gebäudetyp-E-Vertrag skizziert. Das Justizministerium plant nun, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf vorzulegen.
Die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Baukosten senken und den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern. Falls verabschiedet, würden die neuen Standards die Planung und Genehmigung von Wohngebäuden in Deutschland grundlegend verändern. Der Entwurf wird klären, wie das System in der Praxis funktionieren soll.






