Niedersachsen verwandelt alte Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum
Lina HuberNiedersachsen verwandelt alte Einfamilienhäuser in bezahlbaren Wohnraum
Niedersachsen startet Projekt zur Umnutzung ungenutzter Einfamilienhäuser in nachhaltigen Wohnraum
Niedersachsen hat ein neues Projekt ins Leben gerufen, um ungenutzte oder unterausgelastete Einfamilienhäuser in bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum umzuwandeln. Die Initiative mit dem Namen „Perspektive EFH“ wird über drei Jahre mit 160.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Laut Behörden soll sie dem Wohnungsmangel entgegenwirken und gleichzeitig die Entwicklung gemeinschaftsorientierter Nachbarschaften fördern.
Im Fokus stehen Einfamilienhäuser, die zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren erbaut wurden und heute oft nur noch teilweise genutzt werden. Veränderte Familienstrukturen und ein Mangel an bezahlbaren Alternativen haben dazu geführt, dass viele dieser Immobilien ineffizient bewohnt sind. Die Initiative „Perspektive EFH“, geleitet vom „FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V.“, unterstützt Kommunen dabei, Wohnraumstrategien zu entwickeln und lokale Netzwerke zu stärken.
Das Land richtete dafür eine eigene Beratungs- und Koordinierungsstelle ein. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Erstellung von Informationsmaterialien, die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen sowie der Aufbau eines Austauschnetzwerks für Städte und Gemeinden. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne bezeichnete das Projekt als „Modell für nachhaltige Stadtentwicklung und fortschrittliche Wohnraumpolitik“.
Die Förderung in Höhe von 160.000 Euro fließt in die Arbeit der Stelle über die nächsten drei Jahre. Ziel ist es, bestehenden Wohnraum umzunutzen, statt neue Flächen zu erschließen – ein Ansatz, der die Zersiedelung verringert und gleichzeitig den Zugang zu Wohnraum verbessert.
Die Initiative konzentriert sich auf ältere Stadtviertel in ganz Niedersachsen. Durch die Umwandlung ungenutzter Häuser soll der Druck auf den Wohnungsmarkt gemindert und das Zusammenleben in enger vernetzten Gemeinschaften gestärkt werden. Die Investition des Landes markiert einen Wandel hin zu effizienterer und sozial verantwortungsvoller Stadtplanung.






