27 April 2026, 16:11

Neue Kita in Braunschweig-Weststadt soll 2030 den Betreuungsnotstand beenden

Großes Ziegelgebäude mit einem grasbewachsenen Bereich davor, umgeben von einem Metallzaun, mit einem Weg, Bäumen, Bannern, einem geparkten Fahrrad, nahen Häusern und einem bewölkten Himmel, beschriftet als der neue Spielbereich für Kinder an der Schule.

Neue Kita in Braunschweig-Weststadt soll 2030 den Betreuungsnotstand beenden

Neue Kita in der Braunschweig-Weststadt soll akuten Betreuungsmangel lindern

In der Braunschweig-Weststadt ist eine neue Kindertagesstätte geplant, um den drängenden Mangel an Betreuungsplätzen zu beheben. Die Einrichtung soll in der Unstrutstraße entstehen und die bald schließende Kita St. Kjeld ersetzen. Die Stadt hat nun ein detailliertes Raumkonzept für das Projekt vorgelegt.

Die Situation in der Weststadt ist prekär: Aktuell fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze, sodass viele Familien ohne Betreuungsmöglichkeiten dastehen. Auch die Versorgungsquoten liegen deutlich unter den städtischen Zielen: Nur 31,1 Prozent der Kinder erhalten einen Krippenplatz (Ziel: 45 Prozent), während der Kindergarten mit 93,5 Prozent knapp unter der angestrebten Quote von 102 Prozent bleibt.

Die neue Kita wird drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe beherbergen. Ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum soll gesunde Ernährung fördern und soziale Kompetenzen vermitteln. Zudem wird das Projekt im serienmäßigen Modulbau errichtet – eine schnellere und effizientere Bauweise, die hier erprobt werden soll.

Für die Umsetzung sind bereits 10 Millionen Euro im Haushalt 2025/2026 eingeplant. Der Verwaltungsausschuss stimmt am 17. Juni über den Vorschlag ab. Bei einer Zustimmung könnte der Bau 2028 beginnen, die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen. Der Caritasverband Braunschweig wird die Einrichtung nach der Eröffnung betreiben.

Das Vorhaben soll nicht nur den dringenden Betreuungsengpass in der Weststadt verringern, sondern auch neue Bauverfahren testen. Mit festen Kosten und gesicherter Finanzierung plant die Stadt, die Kita bis 2030 zu realisieren. Gleichzeitig dient die Einrichtung als Modell für künftige Kita-Projekte in Braunschweig.

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