Michael Jacksons Erbe bleibt nach 17 Jahren im Rechtsstreit verstrickt
Lina HuberMichael Jacksons Erbe bleibt nach 17 Jahren im Rechtsstreit verstrickt
Der jahrelange Rechtsstreit um das Erbe von Michael Jackson hat in diesem Jahr neue Wendungen genommen. Die Biografie-Verfilmung Michael über den Popstar steht nach Verzögerungen und kostspieligen Nachdrehs endlich vor der Veröffentlichung. Unterdessen liegen die Kinder des Sängers – Prince, Paris und Bigi – weiterhin im Streit mit den Verwaltern des Nachlasses über Finanzen und Transparenz.
Der Nachlass selbst befindet sich seit Jacksons Tod im Jahr 2009 bereits seit 17 Jahren in der Nachlassabwicklung. Der anstehende Film Michael erlitt Rückschläge, nachdem teure Nachdrehs im Jahr 2025 das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum verschoben. Eine Handlung um einen der Ankläger Jacksons wurde zudem gestrichen, um den Bedingungen eines Vergleichs gerecht zu werden, den der Nachlass ausgehandelt hatte. Die Änderungen erfolgten, während Paris Jackson das Projekt öffentlich kritisierte und es in einem Instagram-Post als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" bezeichnete.
Die rechtlichen Spannungen zwischen den Jackson-Geschwistern und den Nachlassverwaltern haben sich weiter verschärft. Paris fordert von den Verwaltern John Branca und John McClain mehr Transparenz und bestreitet deren Aussage, sie habe bereits Leistungen in Höhe von 65 Millionen Dollar erhalten. In einer gerichtlichen Eingabe vom März warfen die Anwälte des Nachlasses ihr vor, sie inszeniere "Foto-Termine für die Boulevardpresse" und "stolziere in Verhandlungsräume" – Vorwürfe, die das ohnehin angespannte Verhältnis zusätzlich belasten.
Ein Richter genehmigte kürzlich einen Zeitplan für die Vorlage der Ausgaben des Nachlasses und räumte Branca und McClain eine Fristverlängerung ein. Ihr nächster Rechenschaftsbericht, ursprünglich für 2025 vorgesehen, kann nun bis April 2027 eingereicht werden. Die Verzögerung spiegelt die anhaltende Komplexität bei der Verwaltung von Jacksons finanziellem Erbe wider.
Der Biopic Michael soll nach mehreren Verschiebungen nun in den Kinos anlaufen. Das Nachlassverfahren zeigt jedoch keine Anzeichen für ein baldiges Ende. Mit anhaltenden Rechtsstreitigkeiten und ungeklärten finanziellen Fragen bleibt die Verwaltung von Jacksons Erbe ein zähes und umstrittenes Unterfangen.






