Markus W. erhält Solidarität durch Crowdfunding – während Gil Ofarim 20.000 Euro schuldet

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Ein schwarzer Hintergrund mit fetter weißer Schrift, die den Satz 'Es gibt keinen Platz in Amerika für Hass' zeigt.Admin User

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält Solidarität durch Crowdfunding – während Gil Ofarim 20.000 Euro schuldet

Eine Crowdfunding-Kampagne hat in den letzten Wochen enorme Unterstützung für Markus W. erhalten – den Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich des Antisemitismus von Sänger Gil Ofarim beschuldigt worden war. Die Initiative, angeführt vom Social-Media-Influencer Sanijel Jakimovski, gewann besonders an Fahrt, nachdem Ofarim kürzlich die Reality-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! gewonnen und damit 400.000 Euro erhalten hatte. Doch während Ofarim über dieses Preisgeld verfügt, schuldet er Markus W. noch immer 20.000 Euro aus dem außergerichtlichen Vergleich – obwohl ein Urteil vom November 2023 die Vorwürfe als haltlos bestätigte.

Der Streit begann 2021, als Ofarim Markus W. antisemitisches Verhalten in einem Leipziger Hotel vorwarf. Ermittlungen ergaben keine Beweise, und Ende 2023 räumte Ofarim vor Gericht ein, dass seine Anschuldigung falsch gewesen war. Trotz einer Entschuldigung zog er jedoch die Zahlung der 20.000 Euro hinaus – mit der Begründung, ihm fehle das flüssige Geld. Dies, obwohl er allein durch seine Teilnahme an der Show 300.000 Euro erhielt und weitere 100.000 Euro als Gewinn einstrich.

Die öffentliche Sympathie für Markus W. wuchs deutlich, nachdem Ofarim im Fernsehen aufgetreten war. Influencer Sanijel Jakimovski startete Anfang 2024 eine emotionale TikTok-Kampagne und rief zu Spenden für den zu Unrecht Beschuldigten auf. Die Resonanz war überwältigend: Viele zeigten Solidarität mit einem Mann, den sie als ungerecht vergessen empfanden.

Markus W. hat nun bekannt gegeben, wie er die gespendeten Gelder verwenden wird: Ein Teil fließt an HateAid, eine deutsche Organisation, die Opfer von Hass im Netz unterstützt. Ein weiterer Anteil geht an die Leipziger Initiative Minilöwen, die Frühchen, kranken Neugeborenen und ihren Familien hilft. Zudem möchte er einen Teil für gemeinsame Zeit mit seiner eigenen Familie nutzen.

Ofarims Anwalt erklärte, die ausstehenden 20.000 Euro würden gezahlt, sobald der Sänger über die notwendigen Mittel verfüge. Die Verzögerung hat jedoch die öffentliche Verärgerung weiter geschürt – ein scharfer Kontrast zur Großzügigkeit, die Markus W. in den letzten Wochen entgegengebracht wurde.

Die Crowdfunding-Aktion hat Markus W. nicht nur finanzielle Entlastung, sondern auch erneute öffentliche Unterstützung beschert. Seine Entscheidung, HateAid und die Minilöwen zu fördern, unterstreicht sein Engagement für Themen, die mit seinen Erfahrungen verbunden sind: den Kampf gegen digitale Hetze und die Hilfe für Familien in Not. Währenddessen bleibt die offene Zahlung von 20.000 Euro durch Ofarim weiter ausstehend – ein genauer Zeitplan für die Begleichung steht noch aus.

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