Lüneburg plant Willkommenszentrum für dringend gesuchte Fachkräfte aus dem Ausland

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Lüneburg plant Willkommenszentrum für dringend gesuchte Fachkräfte aus dem Ausland

Neues Willkommenszentrum für internationale Fachkräfte soll im Landkreis Lüneburg entstehen

Im Landkreis Lüneburg soll ein neues Willkommenszentrum für internationale Fachkräfte eröffnet werden. Das von der Volkshochschule (VHS) Lüneburg getragene Projekt zielt darauf ab, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, indem es ausländische Fachkräfte bei der beruflichen und sozialen Integration unterstützt. Angesichts zahlreicher unbesetzter Stellen – insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen und Einzelhandel – wird die Einrichtung als zentrale Anlaufstelle für Beratung und Hilfsangebote fungieren.

Die VHS Lüneburg beabsichtigt, über die Fachkräfteallianz Fördermittel für das Zentrum zu beantragen. Bei Bewilligung soll es eng mit dem bestehenden Willkommenszentrum im Heidekreis zusammenarbeiten und dessen bewährte Schulungsprogramme sowie Wissensdatenbank übernehmen. Diese Kooperation ermöglicht einen effizienten Start der Dienstleistungen.

Durch die Ansiedlung des Projekts bei der VHS wird das Zentrum direkt an lokale Netzwerke für Fachkräfte angebunden. Diese Verknüpfung erlaubt eine zügige Aufnahme der Beratungsangebote, sodass Unternehmen und Arbeitnehmende ohne Verzögerung Unterstützung erhalten. Enge Partnerschaften mit regionalen Akteuren – darunter Arbeitgeber, Bildungsträger und soziale Einrichtungen – schaffen zudem ein stabiles, langfristiges Gerüst.

Das Zentrum verfolgt zwei Hauptziele: Es soll Unternehmen dabei helfen, internationale Talente zu gewinnen und zu halten, und ausländischen Fachkräften eine zentrale Anlaufstelle für alle Belange bieten. Derzeit haben viele zugewanderte Fachkräfte im Landkreis Schwierigkeiten mit der beruflichen und sozialen Eingliederung. Das neue Willkommenszentrum wird sie kontinuierlich begleiten – von der Einstellung bis zur vollständigen Integration – und so bestehende Lücken in der Unterstützung schließen.

Niedersachsen fördert bereits neun solche Zentren landesweit mit rund 1,2 Millionen Euro aus dem Haushalt des Sozialministeriums. Das Lüneburger Projekt wird sich jedoch gezielt auf lokale Bedarfe konzentrieren, insbesondere in Branchen wie Altenpflege, Gesundheitswesen und Handelsregister, wo Stellen oft monatelang unbesetzt bleiben.

Das Willkommenszentrum fungiert als Brücke zwischen Bildung, Beschäftigung und sozialer Teilhabe. Unternehmen im Landkreis erhalten gezielte Hilfe bei der Stellenbesetzung, während ausländische Fachkräfte frühzeitig maßgeschneiderte Unterstützung erhalten. Bei erfolgreicher Fördermittelbewilligung rechnet die VHS mit einem raschen Start der Dienstleistungen – und damit mit einer Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes.