Literarischer Abend in Bergisch Gladbach entführt in den "Kibbuz-Traum" der 1950er
Lina HuberLiterarischer Abend in Bergisch Gladbach entführt in den "Kibbuz-Traum" der 1950er
Ein literarischer Abend über den „Kibbuz-Traum“ in Bergisch Gladbach
Am 13. Mai findet in Bergisch Gladbach ein literarischer Abend statt, der sich mit dem „Kibbuz-Traum“ beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen Lesungen aus Amos Oz’ Zwischen Freunden, einer Sammlung von Erzählungen, die in den frühen Jahren der israelischen Kibbuzim spielen. Die Besucher erwarten Musik, Rezitationen und ein Blick auf die Ideale, die das Gemeinschaftsleben in den 1950er-Jahren prägten.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses (Stadtmitte). Heinz D. Haun wird Auszüge aus Zwischen Freunden lesen, darunter die Geschichte Esperanto. Darin geht es um Martin, einen Schuhmacher, der davon träumt, die Menschen durch eine universelle Sprache zu vereinen und Konflikte zu beenden.
Amos Oz, der mit 15 Jahren einem Kibbuz beitrat, wurde später zu einem der bedeutendsten Schriftsteller Israels und einem engagierten Fürsprecher des Friedens. Seine Geschichten spiegeln die Kämpfe und Hoffnungen derer wider, die nach der Gründung Israels 1948 kollektive Gemeinschaften aufbauten. Die Kibbuzim der späten 1950er-Jahre waren Orte des Idealismus, aber auch der Spannungen, wo Menschen zwischen persönlichen Sehnsüchten und gemeinsamer Verantwortung balancierten.
Live-Musik begleitet die Lesungen: Arne Meinhardt spielt Akkordeon, seine Tochter Anaïs Cello. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Partnerstädtevereinigung sind jedoch willkommen.
Der Abend bietet die Gelegenheit, durch Oz’ Werke die Vision der frühen israelischen Kibbuzim neu zu entdecken. Mit Musik und Lesungen wird er die Träume – und Herausforderungen – derer beleuchten, die nach einem neuen Lebensmodell strebten. Die Veranstalter hoffen, dass der Abend zum Nachdenken über Gemeinschaft, Sprache und Frieden anregt.






