Linnemann attackiert EU-Richtlinie als bürokratischen Albtraum für Unternehmen
Lina HuberLinnemann attackiert EU-Richtlinie als bürokratischen Albtraum für Unternehmen
CDU-Politiker Carsten Linnemann hat die neue EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz als unnötig und bürokratisch kritisiert. Er bezeichnete sie als „Musterbeispiel europäischer Überregulierung“, die Unternehmen jeder Größe mit übermäßigem Verwaltungsaufwand belaste.
Die Richtlinie verpflichtet Firmen mit 100 oder mehr Beschäftigten, regelmäßig Gehaltsberichte vorzulegen. Linnemann argumentiert, dass diese Vorschriften keinen sinnvollen Mehrwert brächten, sondern stattdessen eine „Flutwelle an Bürokratie“ auslösten. Er verwies darauf, dass Deutschland bereits Gesetze zur Lohngerechtigkeit bei gleicher Arbeit habe.
Selbst kleinere Betriebe müssten mit zusätzlichem Aufwand rechnen. Ein Bäcker mit nur acht Angestellten müsste etwa Leistungen wie Dienstfahrräder, Reisekostenzuschüsse oder Boni bei Lohnvergleichen berücksichtigen. Linnemann warnte zudem, dass kleine und mittlere Unternehmen individuelle Anfragen zur Gehaltsauskunft bearbeiten müssten.
In seiner Kritik bezog er sich auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der statt übermäßiger Regulierung mehr Wachstum und Wertschöpfung fordert. Die Richtlinie sei Teil des grundsätzlichen Problems, dass Überregulierung Europa zurückhalte, so Linnemann.
Ziel der Entgelttransparenz-Richtlinie ist die Durchsetzung gleicher Bezahlung in der gesamten EU. Doch Linnemann besteht darauf, dass sie nur den Papierkram vermehre, ohne echte Vorteile zu bringen. Seine Äußerungen spiegeln die anhaltende Debatte wider, wie in Europa Regulierung und Wirtschaftseffizienz in Einklang zu bringen sind.






