Krankenkassenbeiträge könnten sinken – doch nur mit harten politischen Kompromissen
Nico KellerKrankenkassenbeiträge könnten sinken – doch nur mit harten politischen Kompromissen
Krankenkassenbeiträge in Deutschland könnten sinken – doch nur unter strengen Auflagen
Führende Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen haben klare Bedingungen für mögliche Beitragssenkungen genannt. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über die Gesundheitsreform und die Anpassung der Finanzierung.
Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, warnte, dass aktuelle Gesetzesentwürfe eine Senkung der Beiträge unwahrscheinlich machten. Er betonte, dass eine Reduzierung um 0,5 Prozentpunkte nur möglich sei, wenn der Staat bis 2030 die Krankenkassenbeiträge für Grundsicherungsempfänger vollständig aus Steuermitteln übernehme.
Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), pflichtete ihm bei und forderte, die geplanten Reformen konsequent umzusetzen. Politiker dürften die vorgeschlagenen Änderungen nicht verwässern, so Baas. Zudem verwies er auf mögliche Einsparungen durch eine gerechtere Verteilung der Soziallasten und niedrigere Arzneimittelkosten.
Beide Spitzenvertreter machten deutlich: Ohne diese Weichenstellungen bleibe jede Diskussion über sinkende Beiträge reine Theorie. Während Storm eine Verlagerung der Finanzlasten auf den Bundeshaushalt vorschlägt, pocht Baas auf verlässliche Umsetzung der Reformvorhaben.
Ob die Krankenkassenbeiträge tatsächlich sinken, hängt nun vom Handeln der Politik ab. Eine vollständige Steuerfinanzierung der Gesundheitskosten für Sozialleistungsempfänger und konsequente Reformen seien unverzichtbar, so die Experten. Ohne diese Schritte sehe man keinen kurzfristigen Spielraum für Entlastungen.






