26 June 2026, 06:03

Janine Wolter bleibt SPD-Kandidatin für Neuköllns Bezirksbürgermeisteramt trotz Social-Media-Kritik

Hikel äußert Missbilligung gegenüber SPD-Bezirksstadtrat

Janine Wolter bleibt SPD-Kandidatin für Neuköllns Bezirksbürgermeisteramt trotz Social-Media-Kritik

Janine Wolters Kandidatur als nächste Bezirksbürgermeisterin von Neukölln ist von ihrer Partei offiziell bestätigt worden. Sie soll Martin Hikel ablösen, der derzeit das Bezirksamt leitet. Die Bekanntgabe folgt auf monatelange interne Diskussionen und eine jüngste Kontroverse um ihre Aktivitäten in sozialen Medien.

Die Neuköllner SPD-Führung hatte Wolter bereits im November als Hikels Nachfolgerin nominiert. Ihre Bestätigung erfolgte später auf einem Parteitag, wodurch sich ihre Position als Kandidatin der Partei für das Amt festigte.

Ein Streit entstand, nachdem der Tagesspiegel in seinem Checkpoint-Newsletter über Wolters Instagram-Aktivitäten berichtete. Demnach hatte sie Beiträge eines politischen Influencers geliked oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Der amtierende Bezirksbürgermeister Hikel erteilte ihr daraufhin einen offiziellen Verweis und begründete dies damit, dass ihr Verhalten nicht die erforderliche Zurückhaltung und Neutralität zeige, die von einer Bezirksverordneten erwartet werde.

Wolter entgegnete, es handele sich um einen einzelnen Beitrag aus dem Oktober 2025, den sie in einer Story geteilt habe, die nach 24 Stunden wieder verschwand. Sie betonte, sich künftig nicht mehr mit den Inhalten des Influencers zu beschäftigen und diesem auch nicht zu folgen. Die Angelegenheit wurde am Mittwochabend in einer Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln erörtert.

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Trotz des Verweises bleibt Wolter die SPD-Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin. Die Partei hält an ihrer Entscheidung fest, und Wolter setzt ihre Kampagne fort, um Hikel nachzufolgen. Die Kontroverse hat ihre Kandidatur zwar nicht gefährdet, aber ihre Online-Aktivitäten in den öffentlichen Fokus gerückt.

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