Industrie am Linken Niederrhein startet 2026 mit drastischen Umsatzeinbrüchen
Nico KellerIndustrie am Linken Niederrhein startet 2026 mit drastischen Umsatzeinbrüchen
Industrieumsätze im Linken Niederrhein zu Jahresbeginn 2026 unter Druck
Die Industrie im Linken Niederrhein kämpfte zu Beginn des Jahres 2026 mit rückläufigen Umsätzen. Fast alle Branchen verzeichneten Einbußen – nur die Metallproduktion konnte ein leichtes Plus verbuchen. Der Rückgang der Erlöse fiel dabei stärker aus als im Landesdurchschnitt.
In den ersten drei Monaten des Jahres blieb das Wachstum der regionalen Industrie schwach: Die Gesamtumsätze sanken um 9,9 Prozent und damit deutlich stärker als im nordrhein-westfälischen Durchschnitt, wo der Rückgang bei 3,1 Prozent lag. Lediglich die Metallverarbeitung und -produktion erzielte ein leichtes Plus von 1 Prozent.
Besonders betroffen waren die Exporte, deren Umsätze um 11,0 Prozent einbrachen. Auch die Binnennachfrage schwächte sich ab und ging um 8,4 Prozent zurück. Im Kreis Viersen sanken die Industrieumsätze um 5,0 Prozent, was unter anderem auf den deutlichen Rückgang in der Nahrungs- und Genussmittelbranche um 11,9 Prozent zurückzuführen ist.
Die chemische Industrie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 17,0 Prozent. Noch stärker traf es den Maschinenbau, dessen Erlöse um 20,8 Prozent einbrachen. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der örtlichen Industrie- und Handelskammer (IHK), forderte die Bundesregierung auf, die Branche stärker zu unterstützen. Er betonte, wie wichtig es sei, die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken.
Für die Industrie am Linken Niederrhein zeichnet sich ein schwieriges Jahr ab. Die meisten Sektoren melden sinkende Umsätze, besonders hart getroffen sind der Maschinenbau und die Chemie. Die Forderungen nach Bundeshilfe unterstreichen die Sorgen um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region.






