Grohnde startet Demontage des Reaktorkerns nach finaler Stilllegungsgenehmigung
Niklas MüllerGrohnde startet Demontage des Reaktorkerns nach finaler Stilllegungsgenehmigung
Kernkraftwerk Grohnde erreicht nächsten Meilenstein im Rückbau
Das Kernkraftwerk Grohnde hat einen weiteren entscheidenden Schritt in seinem Stilllegungsprozess erreicht. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz erteilte kürzlich die zweite und letzte Stilllegungsgenehmigung. Damit können die Betreiber mit den umfangreichen Abbauarbeiten beginnen, darunter auch die Demontage der Kernkomponenten des Reaktors.
Der Rückbau der Anlage hatte im Dezember 2023 begonnen, als die erste Abbaugenehmigung erteilt wurde. Bis Anfang April 2026 waren die letzten Brennelemente aus dem Reaktorgebäude entfernt worden. Diese wurden in einem Castor-Behälter versiegelt und in das standorteigene Zwischenlager von Grohnde überführt.
Die jüngste Genehmigung folgt einem Antrag, den der Betreiber PreussenElektra bereits 2024 gestellt hatte. Sie erlaubt die Demontage des Reaktordruckbehälters sowie dessen biologischen Abschirmung. Die Zerlegung der inneren Bauteile des Behälters soll im Herbst 2026 beginnen.
Umweltminister Christian Meyer bestätigte, dass Grohnde niemals wieder in Betrieb gehen werde. Der vollständige Rückbau der Anlage wird voraussichtlich bis 2039 dauern. Parallel dazu wird das Gelände für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien umgenutzt, darunter das Emmerthaler Energiecluster. Geplant sind unter anderem Großspeicher für Strom, Solarparks und ein neues Umspannwerk.
Mit der nun vorliegenden endgültigen Genehmigung rückt die Demontage der Reaktorkernstrukturen in den Fokus. Die Umwidmung des Standorts für erneuerbare Energien markiert einen Wandel in der regionalen Energiepolitik. Sämtliche nuklearen Aktivitäten in Grohnde wurden endgültig eingestellt.






