GKV droht 2025 ein Rekorddefizit von 15,3 Milliarden Euro
Deutschlands gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht im kommenden Jahr vor einem erwarteten Defizit von 15,3 Milliarden Euro. Um die Krise zu bewältigen, hat die von Wolfgang Greiner geleitete Finanzkommission 66 detaillierte Maßnahmen vorgeschlagen, die die Kosten senken sollen – ohne die Beitragssätze zu erhöhen.
Gesundheitsministerin Nina Warken soll diese Empfehlungen nun in ein formelles Paket umsetzen, um die Finanzen des Systems zu stabilisieren. Laut dem Bericht der Kommission könnten bis 2027 Einsparungen in Höhe von rund 42,3 Milliarden Euro erzielt werden, bis 2030 sogar über 60 Milliarden. Die größten Kürzungen würden Dienstleister und Hersteller treffen und mit 19 Milliarden Euro den größten Teil ausmachen. Weitere Einsparungen sollen durch höhere Zuzahlungen der Patienten (4,1 Milliarden), Einnahmenanpassungen (4,8 Milliarden) und Verbrauchsteuern (1,9 Milliarden) erreicht werden.
Greiner drängt die Ministerin, Einsparungen zwischen 16 und 17 Milliarden Euro zu sichern, um eine Erhöhung der Beitragssätze zu vermeiden. Selbst ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte würde als Scheitern gewertet, warnte er. Gleichzeitig räumte er ein, dass globale wirtschaftliche Unsicherheiten das Defizit noch über die Prognosen hinaus treiben könnten.
Warkens nächster Schritt besteht darin, die Vorschläge zu einem kohärenten Plan zusammenzufassen. Das Ziel bleibt klar: die Finanzlücke zu schließen, ohne die Beitragszahler zusätzlich zu belasten.
Die Empfehlungen der Kommission liegen nun bei der Gesundheitsministerin. Werden die Maßnahmen umgesetzt, könnten sie die Finanzen der GKV stabilisieren – ohne höhere Beitragssätze. Der Erfolg des Plans hängt jedoch davon ab, ob die vorgeschlagenen Einsparungen vollständig realisiert werden.






