FKA Twigs verklagt Shia LaBeouf wegen illegaler Schweigepflicht-Klausel
Lina HuberFKA Twigs verklagt Shia LaBeouf wegen illegaler Schweigepflicht-Klausel
FKA Twigs hat eine neue Klage gegen den Schauspieler Shia LaBeouf eingereicht und wirft ihm vor, sie mit einer rechtswidrigen Vertraulichkeitsvereinbarung zum Schweigen bringen zu wollen. Die Sängerin behauptet, die NDA sei Teil einer im Jahr 2025 geschlossenen Vergleichsvereinbarung gewesen, die ihr Recht einschränke, über mutmaßlichen Missbrauch zu sprechen.
Diese jüngste rechtliche Auseinandersetzung ist der vorläufige Höhepunkt jahrelanger Konflikte zwischen den beiden. Bereits 2020 hatte Twigs eine Klage eingereicht, in der sie LaBeouf "unerbittlichen Missbrauch" während ihrer Beziehung vorwarf.
Twigs verklagte LaBeouf erstmals 2020 wegen schwerer emotionaler und körperlicher Gewalt während ihrer Partnerschaft. Der Fall wurde 2025 außergerichtlich geregelt, doch ihre Anwältin argumentiert nun, dass die Vereinbarung eine "unzulässige" Vertraulichkeitsklausel enthielt. Laut der neuen Klage verstößt diese NDA gegen den STAND Act, ein Gesetz, das Verträge verbietet, die Opfer sexueller Übergriffe am öffentlichen Sprechen hindern.
Im Dezember 2025 erhielt Twigs von LaBeouf eine Schiedsaufforderung, nachdem sie sich in einem Interview mit dem Hollywood Reporter über ihre Beziehung geäußert hatte. Die Klage wirft ihm vor, damit erneut versucht zu haben, sie zum Schweigen zu bringen. Twigs betont, es gehe ihr nicht um finanzielle Entschädigung, sondern darum, "ein Unrecht wiedergutzumachen" – für sich selbst und andere Überlebende häuslicher und sexueller Gewalt.
LaBeouf hatte 2023 zwar eingeräumt, in der Vergangenheit gewalttätig gewesen zu sein, und sich bei seinen Opfern entschuldigt, gleichzeitig aber zahlreiche der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten. Die neue Klage argumentiert, dass seine Bemühungen, die NDA durchzusetzen, Twigs weiterhin daran hindern, ihre Erlebnisse öffentlich zu teilen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht die Frage, ob die Vertraulichkeitsvereinbarung aus dem Vergleich von 2025 gegen Gesetze verstößt, die Opfer von Missbrauch schützen sollen. Twigs besteht darauf, mit der Klage gegen das zu kämpfen, was sie als illegalen Versuch bezeichnet, sie zum Schweigen zu bringen. Das Urteil könnte prägedend dafür sein, wie ähnliche Vereinbarungen in künftigen Fällen mit Überlebenden häuslicher und sexueller Gewalt gehandhabt werden.






