Europa startet 80-Milliarden-Offensive für Wachstumsunternehmen und Start-ups
Niklas MüllerEuropa startet 80-Milliarden-Offensive für Wachstumsunternehmen und Start-ups
Eine neue Investitionsoffensive soll die Finanzierung europäischer Wachstumsunternehmen stärken. Die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Europäische Investitionsfonds (EIF) haben bereits 1,25 Milliarden Euro zugesagt, um die Initiative anzuschieben. Ziel ist es, zusätzliches Kapital in Höhe von bis zu 80 Milliarden Euro in ganz Europa zu mobilisieren.
Das erweiterte Programm wird nun auch institutionelle Investoren wie Versicherungen, Banken und Pensionsfonds einbeziehen. Diese breitere Investorenbasis soll die finanzielle Unterstützung für mittelgroße Unternehmen stärken und die Abdeckung auf mehr EU-Regionen ausweiten.
Die Initiative wird eng mit bestehenden europäischen Förderinstrumenten zusammenarbeiten, darunter der geplante Scaleup-Europe-Fonds. Dieser mit 5 Milliarden Euro dotierte Fonds, der von der Europäischen Kommission unterstützt wird, wird direkt in Technologieunternehmen investieren. Der EIF-Fonds hingegen wird den Scaleup-Europe-Fonds ergänzen, statt mit ihm in Konkurrenz zu treten.
Bisher verfügen etablierte Märkte wie Deutschland und Frankreich über gut ausgebaute Finanzierungsnetzwerke für Wachstumsunternehmen. Viele andere Länder hingegen mangelt es noch an vergleichbaren Strukturen, was zu ungleichem Zugang zu Wachstumskapital führt.
Durch das gemeinsame Engagement von EIB, EIF und privaten Investoren sollen Finanzierungslücken für europäische Unternehmen geschlossen werden. Mit den bereits zugesagten 1,25 Milliarden Euro zielt das Programm darauf ab, weitere Investitionen zu mobilisieren und den Zugang zu Finanzmitteln zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei, die Unterstützung über alle Regionen hinweg auszugleichen und Überschneidungen mit bestehenden Fonds zu vermeiden.






