EU-Käufer zahlen ab Juli mehr für Bestellungen aus Drittländern – mit weiteren Erhöhungen bis 2028
Nico KellerEU-Käufer zahlen ab Juli mehr für Bestellungen aus Drittländern – mit weiteren Erhöhungen bis 2028
EU-Onlinekäufer müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen
Ab dem 1. Juli werden Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU teurer – mit weiteren Erhöhungen in den Jahren 2026 und 2028. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Erhebung von Zollgebühren auf Importwaren zu reformieren.
Bisher sind Sendungen unter 150 Euro von Zollabgaben befreit, doch diese Freigrenze wird schrittweise abgeschafft. Ab 2028 fallen auf alle Importe – unabhängig vom Wert – bereits ab dem ersten Euro Zollgebühren an.
Ab dem 1. November 2026 wird zudem eine Pauschalgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie für Sendungen unter 150 Euro fällig. Die Europäische Kommission legt die genaue Höhe dieser Zollabgabe fest. Ein Beispiel: Eine Handyhülle für 7 Euro könnte nach Gebühren und möglichen Serviceentgelten der Versanddienstleister fast 20 Euro kosten.
Innerhalb der EU werden die meisten Waren ohne zusätzliche Steuern gehandelt – ausgenommen sind etwa Kaffee, Alkohol und Tabak. Doch beim Kauf bei Nicht-EU-Händlern drohen weitere Risiken: Verbraucherschutz ist oft schwächer, und Rücksendungen gestalten sich komplizierter. Experten raten, vor Bestellungen bei unbekannten internationalen Anbietern die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen genau zu prüfen.
Die Änderungen werden schrittweise eingeführt, die erste Erhöhung tritt bereits im Juli in Kraft. Verbraucher sollten sich besonders bei günstigen Artikeln auf höhere Kosten einstellen. Zusätzliche Gebühren der Versandunternehmen für die Zollabwicklung könnten den Endpreis weiter in die Höhe treiben.






