26 June 2026, 10:04

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – Abendbusse auf dem Prüfstand

Landkreis Emmendingen testet Einschnitte im Öffentlichen Verkehr: Abendbusse auf der Kippe?

Emmendingen plant Kürzungen im Nahverkehr – Abendbusse auf dem Prüfstand

Die Kreisverwaltung Emmendingen hat Kürzungen im lokalen Nahverkehr vorgeschlagen, um die Haushaltsbelastung zu verringern. Die steigenden Kosten für Bus- und Bahnverbindungen haben die ursprünglichen Prognosen überschritten – trotz jüngster Ausweitungen des Angebots. Zu den Plänen gehört unter anderem die Streichung von Abendbusverbindungen auf bestimmten Strecken, um Geld zu sparen.

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Die Verwaltung will die Verträge für Abendbusse auf Entwicklungsstrecken kündigen und damit jährlich etwa 100.000 Euro einsparen. Betroffen wären Gemeinden wie Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim. Die örtlichen Räte stehen nun vor der Wahl: die Abendverbindungen selbst finanzieren oder deren Betrieb bereits ab 20 Uhr einstellen.

Radikalere Optionen, wie die vollständige Abschaffung von Nachtbussen oder die Reduzierung hochfrequentierter Linien, wurden zwar in Betracht gezogen, werden derzeit aber nicht empfohlen. Stattdessen liegt der Fokus auf der Optimierung des Schülerverkehrs und des regulären Busangebots, wobei für 2027 Einsparungen von rund 200.000 Euro erwartet werden. Eine Verkehrsuntersuchung im kommenden Jahr soll über weitere Kürzungen ab 2028 entscheiden.

Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Vorschläge am 29. Juni beraten. Der Kreistag stimmt dann am 20. Juli über die endgültigen Maßnahmen ab. Selbst mit diesen Änderungen plant der Landkreis, im Jahr 2026 weiterhin etwa 9 Millionen Euro für den ÖPNV und den Schülerverkehr bereitzustellen.

Ziel ist es, Mobilitätsbedürfnisse und finanzielle Zwänge in Einklang zu bringen. Bei Annahme der Pläne könnten jährlich über 300.000 Euro eingespart werden. Die endgültigen Entscheidungen fallen nach der Ausschussberatung und der Abstimmung im Kreistag im Juli.

Quelle