Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und später
Nico KellerElektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und später
Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verzögert sich massiv
Die Pläne zur Elektrifizierung der wichtigen Eisenbahnverbindung durch Mitteldeutschland haben eine erhebliche Verzögerung erlitten. Das Vorhaben, das Langstreckenverbindungen von Sachsen in den Westen Deutschlands beschleunigen soll, leidet unter Finanzierungsengpässen. Der Baubeginn, ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen, wurde auf 2028 verschoben.
Die Mitteldeutschland-Verbindung soll schnellere Schienenwege von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet schaffen. Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag bezeichnet das Projekt als eine der wichtigsten Bahninitiativen des Bundeslandes und fordert die Bundesregierung auf, zusätzliche Mittel für die Elektrifizierung und den Ausbau bereitzustellen.
Alleiner der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz wird auf Kosten von schätzungsweise 544 Millionen Euro veranschlagt. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem sind teilweise zweigleisige Ausbauten geplant, um die Kapazitäten zu erhöhen.
Trotz der großen Bedeutung des Projekts bestätigte das Bundesverkehrsministerium, dass derzeit keine Haushaltsmittel verfügbar sind. Dadurch wird die vollständige Elektrifizierung frühestens 2032 abgeschlossen sein.
Die Verzögerung bedeutet, dass schnellere Verbindungen zwischen Sachsen und Westdeutschland Jahre später als geplant realisiert werden. Ohne zusätzliche Bundesförderung bleibt auch der Baubeginn 2028 unsicher. Die BSW setzt sich weiterhin für eine zügigere Freigabe der Mittel und die beschleunigte Umsetzung der Ausbaupläne ein.






