Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Nico KellerDeutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch Verzögerungen bei der Abstimmung haben den Prozess zurückgeworfen. Behörden bestätigen nun, dass weitere Gespräche nötig sind, bevor die Regelungen eingeführt werden können.
Die EU-Lohntransparenzrichtlinie soll Lohnungleichheiten zwischen Beschäftigten aufdecken. Die Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, hätten die Maßnahmen bis Anfang Juni umsetzen müssen. Das Bundesfamilienministerium gab jedoch zu, dieses Ziel verfehlt zu haben.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte bereits Vorbereitungen für das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Trotz dieser Bemühungen bleiben ungelöste Fragen. Die Behörden haben nun bestätigt, dass die Frist nicht eingehalten wird und weitere Abstimmungen erforderlich sind, bevor die Richtlinie vollständig umgesetzt werden kann.
Durch die Verzögerung wird Deutschland die Lohntransparenzregeln nicht wie ursprünglich geplant durchsetzen. Unternehmen und Beschäftigte müssen länger auf die neuen Vorgaben warten. Einen überarbeiteten Zeitplan für die Fertigstellung haben die Verantwortlichen bisher nicht bekannt gegeben.






