Deutsche Bahn fordert 13 Milliarden Euro, um Pünktlichkeitskollaps zu stoppen
Lina HuberDeutsche Bahn fordert 13 Milliarden Euro, um Pünktlichkeitskollaps zu stoppen
Die Deutsche Bahn drängt auf eine deutliche Erhöhung der Mittel, um einen starken Rückgang der Pünktlichkeit im Schienenverkehr zu verhindern. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla warnte, dass sich die Servicequalität ohne zusätzliche Investitionen bis 2030 deutlich verschlechtern werde. Das Unternehmen benötigt nun weitere 13 Milliarden Euro, um die von der Regierung gesetzten Zuverlässigkeitsziele zu erreichen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2029 mindestens 70 Prozent der Züge pünktlich ankommen sollen. Interne Unterlagen der Deutschen Bahn zeigen jedoch, dass dieses Ziel ohne zusätzliche Finanzmittel nicht zu schaffen ist. Das Unternehmen schätzt, dass 13 Milliarden Euro nötig sind, um die Pünktlichkeitsquote um fünf Prozentpunkte zu steigern und zu verhindern, dass sie bis Ende des Jahrzehnts unter 60 Prozent fällt.
Palla hat klar gemacht, dass der aktuelle Haushalt nicht ausreicht. Falls die Bundesregierung die geforderte Summe bereitstellt, ist die Deutsche Bahn überzeugt, die verbleibenden Vorhaben aus Schnieders Schienenverkehrsagenda umsetzen zu können. Ohne diese Investitionen drohen in den kommenden Jahren jedoch deutlich mehr Verspätungen und Zugausfälle.
Die geforderten 13 Milliarden Euro sollen dazu beitragen, den Zugbetrieb in ganz Deutschland zu stabilisieren und zu verbessern. Wird das Geld bewilligt, könnte die Deutsche Bahn ihre Pünktlichkeitsverpflichtungen bis 2029 erfüllen. Ohne die Mittel müssen Fahrgäste in den nächsten Jahren mit weiter zunehmenden Verspätungen rechnen.






