26 March 2026, 22:06

Cyberangriffe auf vernetzte Autos: Warum Elektrofahrzeuge besonders gefährdet sind

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Cyberangriffe auf vernetzte Autos: Warum Elektrofahrzeuge besonders gefährdet sind

Vernetzte Autos sind heute deutlich besser gegen Cyberangriffe geschützt als noch vor 15 Jahren, erklärt der Experte Christoph Krauss. Zwar gab es Fortschritte, doch Sicherheitslücken bestehen weiter – insbesondere bei Elektrofahrzeugen. Ein aktueller Bericht zeigt, wie Hacker Software-Schwachstellen ausnutzen könnten, um ganze Fahrzeugflotten zu manipulieren, ohne auch nur ein einziges Auto physisch berühren zu müssen.

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In den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten hat die Automobilbranche klare Standards und Vorschriften für die IT-Sicherheit vernetzter Fahrzeuge eingeführt. Solche Regelungen gab es Anfang der 2010er-Jahre kaum. Vernetzte Funktionen wie fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme haben zudem die Straßen sicherer gemacht, indem sie das Unfallrisiko verringern.

Trotz dieser Fortschritte bleiben Schwachstellen bestehen. Einige Programmierschnittstellen (APIs) sind nach wie vor unzureichend abgesichert und erlauben mitunter den Zugriff allein über die Fahrzeug-Identifikationsnummer. Sicherheitsfachleute warnen, dass Angreifer so Funktionen wie die maximale Heizleistung in tausenden Elektroautos gleichzeitig aus der Ferne aktivieren könnten – mit der Folge, dass die Batterien komplett entladen werden. Bisher sind jedoch zwischen 2021 und 2026 keine bestätigten Fälle solcher Angriffe in der Praxis bekannt geworden.

Krauss räumt ein, dass Cyberbedrohungen zwar real sind, die Vorteile vernetzter Technologien die Risiken jedoch überwiegen. Die Zahl der Unfälle ist stärker gesunken, als die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Cyberangriffe gestiegen ist. Dennoch müsse die Branche wachsam bleiben, da Kriminelle ständig nach neuen Wegen suchen, um in Fahrzeugsysteme einzudringen.

Die Sicherheit vernetzter Autos hat sich deutlich verbessert – mit strengeren Regeln und weniger Schwachstellen als früher. Doch Elektrofahrzeuge bleiben ein mögliches Ziel für groß angelegte Fernangriffe über unsichere APIs. Hersteller und Aufsichtsbehörden müssen sich weiter anpassen, während sich sowohl die Technologie als auch die Bedrohungslage weiterentwickeln.

Quelle