07 June 2026, 00:05

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – mit Fokus auf Tempelhofer Feld

Stadtwerke streben nach Erweiterung des bestehenden Bestands

Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – mit Fokus auf Tempelhofer Feld

Berlin plant in den kommenden zehn Jahren einen massiven Ausbau seines öffentlichen Wohnungsbestands. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt wollen ihr Portfolio von derzeit 408.000 auf 440.000 Wohnungen bis 2030 erhöhen. Dieses Wachstum soll vor allem durch Neubauten erreicht werden, wobei weitere Optionen derzeit geprüft werden.

Ein zentrales Ziel der Initiative für mehr bezahlbaren Wohnraum ist der Bau von 56.000 neuen Wohnungen bis 2035. Gelänge dies, könnten etwa 120.000 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht werden. Bis 2035 könnte die Gesamtzahl der Wohnungen auf fast 465.000 steigen.

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Ein besonderer Fokus liegt auf dem Tempelhofer Feld, einer großen Freifläche in der Stadt. Das geltende Gesetz schreibt vor, dass 200 Hektar der Wiesenfläche unbebaut bleiben müssen. Ein Bürgerantrag schlägt jedoch vor, am Rand des Geländes 21.400 neue Wohnungen zu errichten. Dieser Ansatz würde die Freifläche bewahren und gleichzeitig bis zu 50.000 Menschen Wohnraum bieten.

Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigt sich offen für den Vorschlag. Zudem wies er darauf hin, dass der Ankauf bestehender Immobilien eine Rolle beim Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands Berlins spielen könnte.

Die Pläne sehen vor, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ihren Bestand bis 2030 deutlich ausbauen. Durch Neubauten und mögliche Käuf soll die Stadt dem Wohnungsmangel begegnen. Der Vorschlag für das Tempelhofer Feld bietet dabei eine Möglichkeit, Entwicklung und den Erhalt von Grünflächen in Einklang zu bringen.

Quelle