28 April 2026, 04:05

Berlin gegen Lüneburg: Finale um die deutsche Volleyball-Krone

Eine Gruppe von Männern in blauen "Ligue 1"-T-Shirts feiert auf einem Volleyballfeld.

Berlin gegen Lüneburg: Finale um die deutsche Volleyball-Krone

Berlin und SVG Lüneburg treffen im Finale der deutschen Männer-Volleyball-Meisterschaft aufeinander

An diesem Wochenende kommt es im Finale der deutschen Volleyball-Bundesliga der Männer zum Duell zwischen Berlin und der SVG Lüneburg. Die Partie birgt hohe Brisanz: Während die Hauptstädter ihren zehnten Titel in Folge anstreben, um eine enttäuschende Saison zu retten, will Lüneburg die jahrzehntelange Vorherrschaft Berlins im deutschen Volleyball beenden.

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Die Saison verlief für Berlin alles andere als glatt. Frühe Niederlagen im Pokal-Halbfinale und der Gruppenphase der Champions League setzten das Team unter Druck. Geschäftsführer Kaweh Niroomand bezeichnete das Finale zwar als "50 zu 50", betonte aber sein volles Vertrauen in den neuen Cheftrainer Markus Steuerwald. Dieser war am 25. April nach dem Abgang von Alexandre Leal befördert worden – ursprünglich sollte er erst in der nächsten Saison zu den Grizzlys Giesen wechseln. Steuerwald, der für seine ruhige Art bekannt ist, führt seinen Erfolg auf akribische Vorbereitung zurück.

Stefan Hübner, der langjährige Trainer Lüneburgs, hat sich dagegen bis 2030 an den Verein gebunden. Seit 2011 im Amt, lehnte er Angebote anderer Clubs und sogar der Nationalmannschaft ab. Unter seiner Führung hat sich Lüneburg zu einer internationalen Größe entwickelt, führte erstmals die Hauptrunde an und gewann bereits das Pokalfinale gegen Friedrichshafen.

Berlin geht mit einem psychologischen Vorteil ins Finale: Sowohl im Ligapokal als auch im Rückspiel der Meisterschaft setzte sich das Team gegen Lüneburg durch. Ein weiterer Titel würde die 27-jährige Dominanz der Hauptstädter festigen – seit 1997 teilen sie sich diese nur mit Friedrichshafen. Für Lüneburg wäre ein Sieg hingegen ein historischer Wendepunkt im deutschen Volleyball.

Das Finale bietet Lüneburg die Chance, Berlins jahrzehntelange Vorherrschaft zu brechen. Für die Hauptstädter wäre ein weiterer Titel zumindest eine teilweise Rehabilitation nach einer Saison voller verpasster Chancen. Die Entscheidung wird zeigen, ob die alte Ordnung Bestand hat – oder ob eine neue Ära beginnt.

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