AfD Niedersachsen: Machtkämpfe und Skandale – doch die Wähler bleiben treu
AfD Niedersachsen: Machtkämpfe und Skandale – doch die Wähler bleiben treu
Die AfD in Niedersachsen in innerparteilicher Turbulenz
Seit Anfang 2024 ist die Alternative für Deutschland (AfD) in Niedersachsen von internen Machtkämpfen geprägt. Vorwürfe wegen Machtkonzentration, finanzieller Unregelmäßigkeiten und intransparenter Bündnisse kamen auf, nachdem die Parteimitglied Anja Arndt einen detaillierten Brief verfasst hatte. Trotz der Kontroversen konnte die Partei ihre Wahlerfolge halten und erreichte bei der Landtagswahl im Oktober 2025 12,5 Prozent der Stimmen.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen stehen Behauptungen, wonach eine kleine Gruppe zentrale Entscheidungen kontrolliert, sich persönlich bereichert und andere Mitglieder systematisch ausgrenzt. Obwohl die Ermittlungen zu finanziellen Unstimmigkeiten noch laufen, gab es bis Februar 2026 keine größeren personellen Konsequenzen in der Führungsebene.
Der Konflikt eskalierte im Februar 2024, als Anja Arndt ein 15-seitiges Schreiben an die AfD-Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla richtete. Darin beschrieb sie ein formelles Bündnis, das am 10. Februar 2024 im niedersächsischen Landtag in Hannover geschlossen worden sei. An dem Treffen nahmen Schledde, Brandes, Hanker, König, Meiners und Rudzka teil, während Arndt den Raum verließ, nachdem sie sich weigerte, eine Schweigepflicht zu unterzeichnen.
Arndt warf der von Schledde geführten Gruppe vor, die Partei als "Geschäftsmodell" für persönliche Vorteile zu nutzen. Sie berief sich auf Main Müller, den ehemaligen AfD-Kreisvorsitzenden in Goslar, der behauptete, das Bündnis erzwinge ein System der Abhängigkeit und Gefolgschaft. Schätzungsweise 80 Prozent der Kreisvorsitzenden der Partei sollen diesem Netzwerk angehören und sich über WhatsApp-Gruppen wie "Allianz-Hauptquartier" abstimmen.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt mittlerweile gegen Schledde wegen des Verdachts, 48.000 Euro an Parteispenden auf sein Privatkonto umgeleitet zu haben. Parallel dazu gründeten Müller und Olga Grabo eine konkurrierende "AfD-Privatgruppe", um bestimmte Mitglieder von offiziellen Diskussionen auszuschließen. Die internen Querelen zogen auch externe Kritik nach sich: Der politische Kommentator Götz Kubitschek argumentierte, die Streitigkeiten hätten die Glaubwürdigkeit der Partei beschädigt.
Ähnliche Vorwürfe gibt es auch in Sachsen-Anhalt. Dort sieht sich der Fraktionsvorsitzende Ulrich Siegmund mit Nepotismus-Vorwürfen konfrontiert, da angeblich mehrere Familienmitglieder in von der AfD besetzten Ämtern beschäftigt sind. Trotz dieser Skandale blieb die Parteiführung – darunter der Landesvorsitzende Stephan Protschka – unverändert im Amt. Bei der Landtagswahl 2025 steigerte die AfD ihr Ergebnis sogar auf 12,5 Prozent.
Bisher kam es weder zu größeren Abspaltungen noch zu Verurteilungen gegen führende Köpfe wie Björn Höcke, der vom Verfassungsschutz im Mai 2025 als rechtsextrem eingestuft wurde. Die internen Spannungen bestehen fort, doch die politische Position der Partei wirkt Anfang 2026 stabil.
AfD Niedersachsen: Zwischen internen Konflikten und Wahlerfolgen
Die AfD in Niedersachsen agiert weiterhin unter dem Schatten innerparteilicher Streitigkeiten und finanzieller Untersuchungen. Die Staatsanwaltschaft prüft den Verdacht der Veruntreuung von Parteigeldern, während Vorwürfe wegen ausgrenzender Praktiken und Vetternwirtschaft ungelöst bleiben. Trotz dieser Herausforderungen behielt die Partei ihre Führung und festigte sogar ihre Wählerunterstützung – bei der Wahl 2025 erreichte sie ein beachtliches Ergebnis.
Stand Februar 2026 gab es weder gravierende rechtliche Konsequenzen noch strukturelle Veränderungen. Die künftige Ausrichtung der Partei bleibt ungewiss, ihre politische Einflussnahme jedoch ungebrochen.
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