AfD-Kürzungen bedrohen Existenz des freien Radiosenders Radio CORAX in Halle
Charlotte JägerAfD-Kürzungen bedrohen Existenz des freien Radiosenders Radio CORAX in Halle
Radio CORAX in Halle: Community-Sender droht durch AfD-Finanzkürzungen die Schließung
Der freie Radiosender Radio CORAX in Halle sieht sich mit Finanzierungsdrohungen durch die rechtspopulistische AfD konfrontiert. Der Sender finanziert sich aus einer Mischung öffentlicher Fördergelder, Projektmitteln und Hörerunterstützung. Rund 400 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen produzieren wöchentlich 175 eigenständige Formate – von Musiksendungen bis zu kulturellen Diskussionsrunden.
Mit einem jährlichen Budget von etwa 200.000 Euro aus Landesmedienfonds, kommunalen Zuschüssen und Projektförderungen betreibt CORAX sein Programm. Weitere 17.000 Euro steuert der Förderverein des Senders bei. Trotz knapper Ressourcen bietet der Sender ein breites Spektrum: von täglichen Musikauswahlen bis zu Magazinen wie Tipkin oder Serendipity.
Über das Radioprogramm hinaus organisiert CORAX öffentliche Veranstaltungen wie Filmabende, Podiumsdiskussionen und Workshops. Der Sender kooperiert mit kulturellen Initiativen und ist Teil von AMARC, dem internationalen Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender. Mitmachen kann jeder, der in einer Redaktionssitzung eine Idee vorstellt und ein Einführungsworkshop absolviert.
Die Bestrebungen der AfD, CORAX die Mittel zu streichen, gefährden die Zukunft des Senders. Um das vielfältige Programm aufrechtzuerhalten, ist der Sender zunehmend auf Spenden angewiesen. Die Inhalte spiegeln die Interessen der Macher:innen wider und richten sich an Zielgruppen wie Kinder, queere Communities oder Geflüchtete.
Trotz finanzieller Engpässe hält CORAX an seinem abwechslungsreichen Programm fest. Ob der Sender langfristig überlebt, hängt davon ab, ob es gelingt, die öffentliche Unterstützung zu stärken und neue Finanzquellen zu erschließen. Bis dahin sorgen die Ehrenamtlichen dafür, dass das Programm wie gewohnt auf Sendung bleibt.






