05 June 2026, 17:26

40 Jahre Junge Freiheit: Vom Fahrradkurier zur umstrittenen Institution

Peinliche Fragen für Dieter Stein, Chef von JUNGEN FREIHEIT

40 Jahre Junge Freiheit: Vom Fahrradkurier zur umstrittenen Institution

Die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Gründer und Chefredakteur Dieter Stein beantwortete kürzlich Fragen seines Social-Media-Teams zur umstrittenen Geschichte und finanziellen Unabhängigkeit der Publikation.

Stein startete die JF 1986 im Alter von nur 18 Jahren. Die erste Auflage umfasste 400 Exemplare, die er in einem Pappkarton auf dem Fahrrad nach Hause transportierte. Die frühen Mitwirkenden übernahmen selbst die Druckkosten, da die ersten Ausgaben keine Gewinne abwarfen.

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Die Anfangsjahre der Zeitung verliefen alles andere als reibungslos. 1995 wurde Steins Auto vor dem Redaktionsgebäude in Brand gesteckt. Noch vor dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin zog die JF in die Hauptstadt – und stieß dabei auf massiven Widerstand linker Gruppen. Zudem geriet die Zeitung ins Visier des deutschen Inlandsgeheimdienstes, des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV).

Mit der Zeit erwarb sich die JF einen Ruf, der bei manchen Lesern Misstrauen weckte. Einige glaubten sogar, allein wegen des Lesens der Zeitung abgehört zu werden. Stein wies wiederholt Vorwürfe zurück, die Zeitung erhalte Gelder von der rechtspopulistischen AfD, und betonte stets ihre finanzielle Unabhängigkeit.

Nach vier Jahrzehnten im Druck bleibt der Gründer in bestimmten Grundsätzen unnachgiebig. Stein befürwortet zwar theoretisch den Wehrdienst, überlässt die Entscheidung aber seinem eigenen Sohn. Die Geschichte der JF spiegelt sowohl Widerstandsfähigkeit als auch anhaltende Kritik wider – und prägt damit ihren Platz in der deutschen Medienlandschaft.

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