Zoll deckt illegale Beschäftigung auf: Sexarbeiterin und Lkw-Fahrer ohne Aufenthaltstitel
Charlotte JägerZoll deckt illegale Beschäftigung auf: Sexarbeiterin und Lkw-Fahrer ohne Aufenthaltstitel
Zollbehörden in Niedersachsen haben bei jüngsten Kontrollen zwei getrennte Fälle von illegal beschäftigten Arbeitnehmern aufgedeckt. In Göttingen wurde eine südamerikanische Sexarbeiterin ohne gültige Papiere entdeckt, die dort lebte und arbeitete. Gleichzeitig stießen die Ermittler in Goslar auf einen undokumentierten Lkw-Fahrer aus Osteuropa, dem die notwendigen Genehmigungen fehlten.
In Göttingen fanden Zollfahnder eine Frau aus Südamerika, die als Sexarbeiterin ohne Aufenthaltstitel oder Gewerbeanmeldung tätig war. In der Wohnung, in der sie lebte, befand sich ein Kinderzimmer – ein Verstoß gegen das deutsche Prostituiertenschutzgesetz. Die Frau war zuvor von der Bundespolizei an der deutsch-schweizerischen Grenze abgewiesen worden, hatte später jedoch einen Asylantrag gestellt, bevor sie untertauchte. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet, zudem wurde sie aufgefordert, die Wohnung zu verlassen.
In einem weiteren Fall identifizierten Beamte in Goslar einen Lkw-Fahrer aus einem nicht zur EU gehörenden osteuropäischen Land, dem sowohl Arbeitserlaubnis als auch Aufenthaltspapiere fehlten. Auch gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen illegalen Aufenthalts eingeleitet. Die Untersuchungen gegen seinen Arbeitgeber und das beauftragende Unternehmen dauern noch an.
Konkrete Zahlen zu ähnlichen Fällen im ländlichen Niedersachsen der vergangenen zwei Jahre liegen nicht vor. Zwar verweisen Bundeszollberichte auf Dutzende Razzien gegen illegale Prostitution bundesweit, eine regionale Aufschlüsselung fehlt jedoch.
Beide Fälle verdeutlichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, illegale Beschäftigung in Deutschland zu bekämpfen. Während der Sexarbeiterin rechtliche Konsequenzen wegen Verstößen gegen Aufenthalts- und Prostituiertenrecht drohen, steht der Arbeitgeber des Lkw-Fahrers weiterhin unter Beobachtung. Die Behörden setzen ihre Kontrollen in verschiedenen Branchen fort, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse aufzudecken.
Zoll intensifies illegal employment checks in Lower Saxony
New reports show sustained enforcement efforts by customs authorities in the region. In January 2026, the Hauptzollamt Braunschweig identified four individuals with invalid residence status in Göttingen and Goslar. These cases included:
- 10 foreign workers without valid permits found during construction site checks across multiple districts.
- Three Asian employees in restaurants and a nail studio with expired documentation.
- A restaurant worker presenting an unverified Hungarian residence permit. These findings highlight a pattern of targeted operations against illegal employment in the same geographic area months before the February 2026 cases.






