12 March 2026, 20:04

Wolfenbüttel plant vierten Kunstrasenplatz – Sand statt Granulat als Füllmaterial

Eine Luftaufnahme eines großen Stadions, das von Gebäuden, Bäumen und Gras umgeben ist.

Wolfenbüttel plant vierten Kunstrasenplatz – Sand statt Granulat als Füllmaterial

Wolfenbüttel plant Ausbau seiner Sportanlagen mit einem vierten Kunstrasenplatz

Der Stadtrat von Wolfenbüttel wird auf einer Sitzung am 18. März über den Bau eines vierten Kunstrasenplatzes entscheiden. Bei Zustimmung sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen und bis Dezember abgeschlossen sein. Der neue Platz ersetzt die alte Aschefläche im Oker-Stadion des ESV Wolfenbüttel.

Als Füllmaterial kommt statt Kunststoffgranulat Sand zum Einsatz – eine Lösung mit mehreren praktischen Vorteilen: Sand drainiert gut, verklumpt weniger und reduziert Staubentwicklung, was in der feuchten Region Niedersachsen besonders vorteilhaft ist. Zudem ist er günstiger und einfacher zu verlegen als natürliche Alternativen wie Kork oder Gummigranulat. Dank seiner mineralischen Basis gilt Sand zudem als umweltfreundlicher, da er auf recycelte Abfallstoffe verzichtet.

Allerdings bringt die Sandfüllung auch Herausforderungen mit sich. Bei trockenem Wetter kann sie Staub aufwirbeln und sich schneller abnutzen, sodass häufig nachgefüllt werden muss. Starker Wind oder heftiger Regen können das Material zusätzlich verwehen, was die Instandhaltungskosten erhöht. Im Vergleich zu gummibasierten Varianten dämpft Sand Stöße weniger gut, was das Verletzungsrisiko für Spieler erhöhen könnte.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf geschätzte 1,5 Millionen Euro. Davon stammen 700.000 Euro aus Landesmitteln, weitere 200.000 Euro werden aus einem anderen Haushaltsposten umgeschichtet. Von der Aufwertung könnte besonders die erste Herrenmannschaft des ESV Wolfenbüttel profitieren, die aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz liegt und den Aufstieg im Visier hat.

Die Abstimmung am 18. März wird zeigen, ob das Vorhaben realisiert wird. Bei grünem Licht soll der neue Platz noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die Stadt setzt mit dem sandbasierten Konzept auf eine Balance aus Kosten, Leistung und Nachhaltigkeit.

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