Wirtschaftsforum in Bad Saarow sucht Lösungen für Ostdeutschlands Krisenherde
Niklas MüllerWirtschaftsforum in Bad Saarow sucht Lösungen für Ostdeutschlands Krisenherde
Ostdeutsches Wirtschaftsforum findet vom 31. Mai bis 2. Juni in Bad Saarow statt
Vom 31. Mai bis zum 2. Juni trifft sich die Wirtschaftselite Ostdeutschlands in Bad Saarow, Brandenburg. Täglich werden rund 350 Führungskräfte erwartet. Das Forum will trotz anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten Chancen für die Industrie ausloten.
Die Veranstaltung findet zu einer schwierigen Zeit statt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) meldet, dass Unternehmen angesichts hoher Kosten, bürokratischer Hürden und politischer Streitigkeiten über Reformen zunehmend pessimistisch gestimmt sind. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) werden an den Diskussionen teilnehmen, begleitet von den Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs.
BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch warnt, die Wirtschaft sei „tief entmutigt, ja sogar frustriert“. Besonders in einem Wahljahr bestehe die Gefahr, dass notwendige Reformen scheiterten. Für 2024 erwartet der Verband kein industrielles Wachstum mehr – als Gründe nennt er hohe Energiepreise, Steuern und übermäßige Regulierung.
Der BDI fordert mehr Flexibilität, um Innovation und Investitionen zu fördern. Lösch betonte, dass ein Abbau der Bürokratie den Unternehmen helfen könnte, sich zu erholen. Trotz der Herausforderungen liegt der Fokus des Forums auf Lösungsansätzen für die wirtschaftliche Belebung Ostdeutschlands.
Ziel der Veranstaltung ist es, politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger zusammenzubringen, um aktuelle Wirtschaftsprobleme zu erörtern. Im Mittelpunkt stehen die Verringerung von Hemmnissen für Unternehmen und die Förderung von Wachstum. Die Organisatoren hoffen, dass das Forum in diesem schwierigen finanziellen Umfeld konkrete Handlungsstrategien entwickeln kann.






