25 March 2026, 06:05

Wie Volkswagen in 20 Jahren zur globalen Automobil-Riesenmaschine wurde

Balkendiagramm, das den globalen Container-Frachtindex nach Jahren zeigt, wobei die Höhe der Balken das Frachtvolumen darstellt.

Wie Volkswagen in 20 Jahren zur globalen Automobil-Riesenmaschine wurde

Die Volkswagen Group hat ihre globalen Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend umgestaltet. Die Produktion hat sich mehr als verdoppelt – von 4,3 Millionen Fahrzeugen im Jahr 1997 auf über 10 Millionen im vergangenen Jahr. Parallel zu diesem Wachstum hat der Konzern sein Markenportfolio erweitert und eine riesige, komplexe Lieferkette effizienter gestaltet.

1997 umfasste das Angebot von Volkswagen rund 100 Modelle über alle Marken hinweg. Heute sind es über 300 – nach der Aufnahme von sieben neuen Marken, darunter Luxus- und Nutzfahrzeughersteller. Die Gruppe betreibt mittlerweile 120 Produktionsstandorte in mehr als 30 Ländern – doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Seit 2010 wurden jedoch keine neuen Produktionsländer mehr erschlossen, abgesehen von Mexiko, Südafrika, China und Brasilien.

Auch die Absatzmärkte haben sich deutlich verschoben. Bereits 2016 wurde die Region Asien-Pazifik zum größten Markt für Volkswagen – mit mehr ausgelieferten Fahrzeugen außerhalb Europas als innerhalb des Kontinents. Hinter dieser Expansion steht ein gewaltiges Logistiknetzwerk: Täglich bewegt das Unternehmen 180 Millionen Bauteile und 40.000 fertige Fahrzeuge, dazu Millionen Lkw-Ladungen, 100.000 komplette Zugtransporte und 2,3 Millionen Fahrzeuge, die jährlich mit RoRo-Schiffen transportiert werden.

Thomas Zernechel, seit 2004 Leiter der Konzernlogistik, hat maßgebliche Veränderungen vorangetrieben, um diese Komplexität zu bewältigen. Sein Team führte einheitliche Standards für Ladungsträger ein, vernetzte die Logistik der Marken und richtete drei Crossdocking-Drehscheiben in Europa ein. Um die Effizienz weiter zu steigern, führt Volkswagen nun Discovery ein – ein cloudbasiertes System, das Transportbenachrichtigungen zwischen Zulieferern, Spediteuren und dem Konzern automatisiert.

Für die Zukunft sieht Zernechel Automatisierung und Transparenz als zentrale Themen. Er prognostiziert einen Wandel hin zu autonomer Logistik und algorithmusgesteuerten Systemen, die ohne manuelles Eingreifen funktionieren.

Der Produktions- und Vertriebsfußabdruck der Volkswagen Group erstreckt sich heute über den gesamten Globus, gestützt durch ein Logistiknetzwerk von beispielloser Größe. Mit kontinuierlichen Investitionen in digitale Werkzeuge und standardisierte Prozesse strebt der Konzern an, die wachsende Komplexität zu meistern – bei gleichbleibender Effizienz entlang der gesamten Lieferkette.

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