Warum Deutschland am 2. Februar arbeitslose Lufterfrischer ehrt
Jedes Jahr am 2. Februar feiert Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den Tag des arbeitslosen Lufterfrischers. An diesem Tag werden alte, geruchlose Autoduftbäume geehrt, die ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen. Ins Leben gerufen wurde er vom Radiosender 1Live des WDR und wird seit 2017 begangen.
Der Feiertag animiert die Menschen dazu, einen Tag lang auf Düfte zu verzichten. Statt neue Lufterfrischer zu nutzen, sollen sie über die ausgedienten Exemplare nachdenken, die noch in ihren Autos baumeln. Diese verblassten, längst verloschenen Duftspender hängen oft jahrelang an derselben Stelle – lange nachdem ihr Aroma verflogen ist.
Der Tag des arbeitslosen Lufterfrischers ist Teil eines größeren Trends skurriler deutscher Feiertage. Dazu gehören etwa der Tag des Glücksschweins am 1. Januar, der Tag der gleichfarbigen Socken am 11. Mai oder der Tag des Adventskalenders am 1. Dezember. Diese Daten wurden in den letzten Jahren eingeführt und werden auf kuriose-feiertage.de dokumentiert, einer Website, die Sven Giese seit 2011 in Bonn betreibt.
Anders als viele der neueren Feiertage hat der Tag des arbeitslosen Lufterfrischers einen klaren Ursprung: Er entstand als humorvolle Initiative von 1Live, um auf Alltagsgegenstände aufmerksam zu machen, die ihre Nützlichkeit überlebt haben.
Der Tag bleibt eine verspielte Erinnerung an vergessene Dinge im Alltag. Gleichzeitig spiegelt er die wachsende Liste inoffizieller Feiertage in Deutschland wider, die jeweils skurrile oder übersehene Aspekte der Kultur würdigen. Seit 2017 gibt der 2. Februar diesen verblassten Autoaccessoires einen Moment der Anerkennung.