14 March 2026, 06:16

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht Dividende komplett

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Unternehmen zeigt, mit Abschnitten für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung, unterteilt nach Branche, und begleitet von beschreibendem Text.

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht Dividende komplett

Wacker Chemie verzeichnet ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Ertrag

Die Wacker Chemie AG hat für das Jahr 2025 ein herausforderndes Finanzjahr gemeldet: Sowohl Umsatz als auch Erträge sind stark eingebrochen. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, bedingt durch rückläufige Verkäufe, hohe Energiekosten und erhebliche Abschreibungen. Infolgedessen wird für dieses Jahr keine Dividende an die Aktionäre vorgeschlagen.

Der Gesamtumsatz belief sich 2025 auf 5,49 Milliarden Euro – ein Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) brach sogar um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Als Gründe nannte das Unternehmen geringere Absatzmengen, sinkende Preise, nicht ausgelastete Produktionskapazitäten sowie weiterhin hohe Energiekosten in Deutschland.

Als Reaktion auf die finanzielle Belastung startete Wacker Chemie im Oktober 2025 sein bisher größtes Sparprogramm mit dem Namen PACE. Ziel ist es, die jährlichen Ausgaben in Produktion und Verwaltung um mehr als 300 Millionen Euro zu senken. Ein Teil der Maßnahmen sieht den Abbau von über 1.500 Arbeitsplätzen weltweit vor, wobei der Großteil der Stellenstreichungen auf den deutschen Standorten anfallen wird.

Trotz der Rückschläge verzeichnete das Unternehmen in zentralen Bereichen Fortschritte: In den vergangenen zwei Jahren wurde die Siliziumproduktion am Standort Nünchritz ausgebaut und langfristige Verträge gesichert. Diese Schritte stärkten die Position im Halbleitermarkt und halfen, sich gegen Konkurrenten wie die Tokuyama Corporation, OCI und Hemlock Semiconductor zu behaupten.

Für das erste Quartal 2026 erwartet Wacker Chemie einen Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro – leicht unter dem Vorjahreswert. Negative Währungseffekte sind hierfür maßgeblich verantwortlich. Für das gesamte Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum sowie ein EBITDA zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro.

Langfristig liegt der Fokus weiterhin auf Spezialprodukten, Halbleitermaterialien und biotechnologischen Innovationen. Diese Bereiche gelten als zentrale Treiber für die Rückkehr zu profitablen Wachstum.

Aufgrund des Nettoverlusts von 805 Millionen Euro haben Vorstand und Aufsichtsrat empfohlen, für 2025 auf Dividendenzahlungen zu verzichten. Mit laufenden Kostensenkungsmaßnahmen und einer strategischen Neuausrichtung auf wachstumsstarke Segmente strebt das Unternehmen an, seine finanzielle Performance zu stabilisieren. Ob dieser Kurs gelingt, wird entscheiden, ob Wacker Chemie in den kommenden Jahren wieder erstarken kann.

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