25 June 2026, 04:04

Volkswagen senkt Managergehälter nach massiver Kritik an Millionen-Bezügen

VW-Chef Müller: Vorstandsgehälter gerechtfertigt

Volkswagen senkt Managergehälter nach massiver Kritik an Millionen-Bezügen

Die Vorstandsmitglieder von Volkswagen verdienten 2017 mehr als im Vorjahr – insgesamt rund 50,3 Millionen Euro. Die Erhöhung löste breite Kritik aus, auch von hochrangigen deutschen Politikern. Konzernchef Matthias Müller verteidigte die Gehälter als gerechtfertigt angesichts der Größe des Unternehmens und der Risiken der Position.

Die Debatte um die Bezahlung verschärfte sich, nachdem bekannt wurde, dass Müller mit über 10,1 Millionen Euro der bestbezahlte Manager war. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte öffentlich ihr Erstaunen über die Gehaltserhöhungen. Verkehrsminister Andreas Scheuer kritisierte die Entscheidung ebenfalls und forderte mehr Zurückhaltung von der Volkswagen-Führung.

Müller wies die Kontroverse als ein typisch deutsches Phänomen zurück. Er argumentierte, die wirtschaftliche Bedeutung des Konzerns und die persönlichen Risiken des Chefpostens rechtfertigten die Gehälter. Berühmt wurde sein Ausspruch: „In diesem Job hat man immer einen Fuß im Gefängnis.“

Als Reaktion auf die Kritik passte Volkswagen das Vergütungssystem für den Vorstand an. Die neuen Regeln begrenzen das Gehalt des Konzernchefs auf maximal 10 Millionen Euro, für andere Vorstandsmitglieder auf 5,5 Millionen. Zudem wurden die Kriterien für leistungsabhängige Boni verschärft und teilweise an die künftige Geschäftsentwicklung geknüpft.

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Das überarbeitete Vergütungssystem soll die Bedenken gegenüber den Managergehältern ausräumen. Strengere Bonusregeln und Obergrenzen für die Bezüge sind nun verankert. Die Änderungen folgen dem öffentlichen und politischen Druck auf die Gehaltserhöhungen von 2017.

Quelle