VdK attackiert Regierungspläne: Renten- und Gesundheitsreformen als "zynisch und ungerecht"
Charlotte JägerVdK attackiert Regierungspläne: Renten- und Gesundheitsreformen als "zynisch und ungerecht"
Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat die geplante Gesundheits- und Rentenvorm der Regierung scharf angegriffen. VdK-Präsidentin Verena Bentele verurteilte die Vorhaben als ungerecht und warnte, dass vor allem Gering- und Mittelverdiener besonders hart getroffen würden.
Bentele bezeichnete den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, die gesetzliche Rente auf ein grundsätzliches Sicherungsnetz zu kürzen, als "zynisch und realitätsfremd". Eine solche Maßnahme würde das Rentensystem abwerten und immer mehr Rentner in die Armut treiben, so die Verbandschefin. Bereits jetzt könnten 38 Prozent der Beschäftigten keine privaten Altersvorsorgebeiträge leisten – weitere Kürzungen seien daher nicht tragbar.
Kritik übte sie auch an den Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken, das Krankengeld zu reduzieren. Bentele warnte, dass dies Menschen mit chronischen Erkrankungen und Geringverdiener unzumutbar belasten würde. Zudem lehnte sie die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Angehörige in der gesetzlichen Krankenversicherung ab.
Statt die Schwächsten der Gesellschaft zu belasten, forderte Bentele die Regierung auf, höhere Einkommensgruppen stärker in die Pflicht zu nehmen. Zudem verlangte sie, dass der Bund die ungedeckten Gesundheitskosten für Bürger:innen übernimmt, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums, der auf Fachgutachten basiert, soll am Mittwoch im Kabinett beraten werden – allerdings sind noch mehrere Punkte umstritten.
Die Kritik des VdK unterstreicht die tiefgreifenden Bedenken gegen die geplanten Reformen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, drohen vielen Geringverdienern und Rentnern noch größere finanzielle Unsicherheiten. Wie die Bundesregierung mit diesen strittigen Fragen umgeht, wird die nächsten Schritte bestimmen.






