31 March 2026, 16:12

Top-Ökonom Truger warnt vor neuer globaler Wirtschaftskrise durch Golfkonflikt

Plakat mit der Aufschrift "Unter dem Inflationsreduktionsgesetz von Präsident Biden" mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, unterteilt in zwei Abschnitte: oben die Auswirkungen des Gesetzes und unten graphische Darstellungen in Blau und Grün.

Top-Ökonom Truger warnt vor neuer globaler Wirtschaftskrise durch Golfkonflikt

Deutschlands führender Wirtschaftsexperte Achim Truger warnt vor einer drohenden globalen Krise aufgrund steigender Preise im Zusammenhang mit dem Golfkonflikt. In einem aktuellen Beitrag für das Magazin Surplus fordert er dringende makroökonomische Maßnahmen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und weitere Instabilität zu verhindern.

Trugers Vorschläge konzentrieren sich auf fiskalpolitische Instrumente, Preisobergrenzen und abgestimmte Aktionen zwischen Regierungen und Arbeitgebern, um eine Lohn-Preis-Spirale zu vermeiden. Sein Plan setzt vor allem auf staatliche Konjunkturimpulse und weniger auf die Europäische Zentralbank (EZB). Er argumentiert, dass frühere Maßnahmen der EZB – wie Zinssenkungen, die Einführung der quantitativen Lockerung 2015 oder langfristige Refinanzierungsgeschäfte – nicht mehr ausreichen. Stattdessen plädiert er dafür, dass die EU-Mitgliedstaaten Notfallschuldklauseln nutzen, um gezielte, zeitlich befristete Hilfen zu gewähren.

Um die Belastung der Haushalte zu verringern, schlägt Truger vor, Preisdeckel für Gas, Öl und Strom wieder einzuführen. Diese sollten als temporäre Bremsen wirken, um übermäßige Kostensprünge zu verhindern. Gleichzeitig empfiehlt er eine einmalige Inflationsausgleichsprämie, die steuer- und sozialabgabenfrei ausgezahlt wird, um Arbeitnehmer zu entlasten, ohne eine dauerhafte Lohninflation anzufachen.

Besonders betont Truger die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Sozialpartnern, um zu verhindern, dass ein starker Inflationsschub eine schädliche Abwärtsspirale aus steigenden Löhnen und Preisen auslöst. Für Länder mit begrenztem fiskalischem Spielraum regt er EU-weite Unterstützungsmechanismen an, um eine einheitliche Reaktion zu gewährleisten.

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Seine Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen im Golf die Energiemärkte weiter destabilisieren könnten. Ohne Gegenmaßnahmen drohe der Wirtschaft ein neuer schwerer Abschwung, der an frühere Krisen wie den Finanzcrash 2008 oder die Euro-Schuldenkrise 2010–2012 erinnere, so Truger.

Die Umsetzung seiner Pläne würde voraussichtlich die Aussetzung strenger Schuldenregeln erfordern sowie die Einführung kurzfristiger finanzieller Entlastungen. Trugers Konzept zielt darauf ab, Haushalte und Unternehmen vor plötzlichen Preisschocks zu schützen und gleichzeitig tiefgreifendere wirtschaftliche Schäden abzuwenden. Sollten die Vorschläge übernommen werden, könnten sie die Art und Weise verändern, wie Europa auf energiegetriebene Inflationskrisen reagiert.

Quelle