Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Modernisierung und Infrastruktur bis 2036
Niklas MüllerWolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Modernisierung und Infrastruktur bis 2036
Thüringen erhält in den nächsten zwölf Jahren Bundesmittel in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Das Land plant, das Geld zu nutzen, um langjährige Investitionsstaus abzubauen und öffentliche Dienstleistungen zu verbessern. Finanzministerin Katja Wolf betonte die Dringlichkeit zügiger Maßnahmen, um Verzögerungen und steigende Kosten zu vermeiden.
Dank der Bundesförderung wird Thüringen erstmals seit Jahren jährlich über zwei Milliarden Euro investieren. Ein separates Programm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro, das bis 2029 läuft, soll Zins- und Tilgungskosten für Kommunen abdecken. Geplante Vorhaben umfassen unter anderem zehn Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, acht Millionen Euro für niederflurige ÖPNV-Fahrzeuge sowie 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum.
Zusätzlich wurden 75 Millionen Euro für Strukturreformen im Thüringer Krankenhaussystem bereitgestellt. Die Mittel fließen auch in Bereiche wie innere Sicherheit, Bildung, Forschung und Energie – Sektoren, in denen die Finanzierung oft zu kurz kam. Ziel ist es, die Infrastruktur zu modernisieren und bessere Rahmenbedingungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu schaffen.
Am Dienstag wird Ministerin Wolf das Kabinett über die Verteilung der Gelder und ihre Einbindung in den Haushalt 2026/27 informieren. Thüringen hat bereits geplant, 2023 und 2024 insgesamt 633 Millionen Euro auszugeben – und damit ein Viertel der Bundesmittel vorab zu nutzen.
Andere Bundesländer wie Bayern hatten hingegen Verzögerungen bei der Auszahlung ähnlicher Bundesgelder für lokale Projekte wie Schulen, Straßen und Kitas erlebt. Unklare Zeitpläne und bürokratische Hürden hatten dort zu Planungsunsicherheiten geführt.
Mit der Investitionsoffensive soll Thüringens öffentliche Infrastruktur und Dienstleistungsangebot modernisiert werden. Mit den gesicherten 2,5 Milliarden Euro aus Berlin erwartet das Land, zentrale Finanzierungslücken in den kommenden zehn Jahren zu schließen. Erste Projekte – etwa die Digitalisierung im Gesundheitsbereich und der Ausbau des ÖPNV – sind bereits angelaufen.






