Stadtrat verabschiedet umstrittenen Haushalt 2026 mit Rekordinvestitionen und Schuldenrisiko
Charlotte JägerStadtrat verabschiedet umstrittenen Haushalt 2026 mit Rekordinvestitionen und Schuldenrisiko
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 verabschiedet – nach einer Abstimmung, bei der CDU, SPD, BfGT, FDP und ein einziges Mitglied der Grünen zustimmten. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Verantwortlichen die Notwendigkeit betonen, die Finanzen zu konsolidieren und die steigenden Schulden in den kommenden Jahren abzubauen.
Der neue Haushalt sieht Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 92 Millionen Euro vor. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Ausbau der Janusz-Korczak-Schule, der Neubau einer Feuerwehrwache, die Sanierung des Betriebshofs der Stadtwerke sowie die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Weberei.
Die Steuerhebesätze bleiben unverändert, es gibt keine Erhöhungen bei Grund- oder Gewerbesteuern. Allerdings steigt der Kreisumlagebeitrag auf 79 Millionen Euro. Die Personalkosten sollen stabil bleiben, neue Stellen werden nur dort geschaffen, wo bereits Mittel bereitstehen.
Finanzprognosen warnen jedoch vor wachsenden Herausforderungen: Bis Ende 2029 könnten die Kreditaufnahmen auf etwa 344 Millionen Euro anwachsen. Zudem drohen die finanziellen Rücklagen der Stadt bis zum Ende des Jahrzehnts aufgebraucht zu sein – ein Risiko für die langfristige Stabilität.
Trotz der Ablehnung durch AfD, die Linke und neun Grünen-Abgeordnete setzte sich der Haushalt durch. Befürworter argumentierten, er finde eine Balance zwischen notwendigen Ausgaben und Schuldenbegrenzung.
Der beschlossene Haushalt verzichtet zwar auf Steuererhöhungen, treibt aber die Kreisumlage auf 79 Millionen Euro in die Höhe. Angesichts schrumpfender Rücklagen und steigender Kreditaufnahmen steht die Verwaltung in den nächsten Jahren vor der Aufgabe, die Finanzen mit Bedacht zu steuern. Nun geht es darum, die zentralen Projekte umzusetzen – ohne die Schulden aus dem Ruder laufen zu lassen.






